Page Speed: Google möchte schnellere Webseiten…?

Mit Interesse habe ich den Beitrag im „Official Google Blog“ über den Wunsch Googles, dem Nutzer schnellere Webseiten zu bieten, gelesen. Im Beitrag „Let’s make the Web faster“ schreiben Urs Hoelzle und Bill Coughran über ihre Ideen, die Ladezeit von Webseiten zu reduzieren, um den „Surfer“ ein schnelleres „Surf-Erlebnis“ zu ermöglichen. Diesen Ansatz untermauern beide noch durch ein eigens dafür gedrehtes Video. Praktischerweise verweisen sie noch auf eine eigens für diese Anliegen produzierte Seite (http://code.google.com/intl/de-DE/speed/), von der unter anderem das mittlerweile recht bekannte Tool YSlow! sowie das neuere Google Page Speed (beides Plugins für die Firefox-Extension Firebug) und diverse weitere heruntergeladen werden können.

Das Tool Google Page Speed ist neu für mich, mit dem Tool YSlow habe ich ja bereits einige Erfahrungen sammeln können. In einem ersten Test zeigte Google Page Speed (ich habe die Version 1.0.1.1 Beta genutzt) auch einige Empfehlungen, die ich von YSlow! nicht bzw. nicht in dieser Form erhalten habe, darunter:

  • Detailliertere Empfehlungen zur Kompression von Bildern,
  • die Empfehlung unterschiedliche Hostnamen zur Beschleunigung des gleichzeitigen Ladens externer Ressourcen,
  • die Empfehlung, bestimmte Elemente (Bilder, CSS) von „Cookie-losen“ Domains zu laden,
  • detailliertere Empfehlungen zur Beschleunigung von CSS-Stylesheets,
  • detailliertere Empfehlungen zur „richtigen Lade-Reihenfolge“ externer Dateien.

Spannend fand ich an den Ergebnissen, dass offensichtlich auch die JavaScripts der „hauseigenen“ Dienste Google-Maps und Google Analytics, die wir bspw. für die Satelliten-Geo-Suche auf www.location-bretagne.de nutzen, noch optimierungsbedürftig sind (siehe Abbildung)… 😉 Also, Google, ran! Ich möchte bei Euren eigenen Diensten einen Optimierungsgrad von 100% sehen.

Google Page Speed Ergebnisse einer Seite mit Google Maps

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Beschleunigung und Tuning der Webseite mit YSlow! von Yahoo!

Wer kennt das nicht: die eigene Webseite funktioniert zwar prima, ist aber teilweise unerträglich langsam. Für „lahmende“ Webseiten gibt es viele Gründe und das Thema Webseiten-Tuning ist wirklich komplex. Die Komplexität liegt in der Vielzahl verschiedener Ursachen für Geschwindigkeitsprobleme. Einige Beispiele für Ursachen sind:

  • Zu große HTML-, JavaScript- oder Grafikdateien,
  • zu viele externe Dateien,
  • langsame Internetanbindung des Servers oder des Client(Benutzer)-PCs,
  • zu viele Besucher auf meine Seite und daraus folgend zu viele Hits auf meinem Webserver,
  • Datenbank als Flaschenhals (bei dynamischen Seiten)…usw.

Das HTTP-Protokoll bietet einige sehr interessante und leistungsfähige Caching-Funktionen, die meiner Erfahrung nach jedoch von sehr vielen Webadministratoren nicht beachtet und daraus folgend nicht genutzt werden. Eine gute Einführung in die verschiedenen HTTP-Caching Funktionen gibt es im Caching-Tutorial, bei Kaizou und bei Thomas Wan.

Vorteile des HTTP-Cache sind vor allem folgende drei Eigenschaften:

  1. Es ist vollkommen kostenlos, da keine Investitionen notwendig,
  2. ein intelligenter Cache steigert die gefühlte Performance Eurer Besucher deutlich,
  3. der Webserver wird entlastet und kann somit mehr Besucher bedienen, ohne dass neue Hardware angeschafft werden muss.


Ich selbst benutze verschiedene HTTP-Cache Techniken seit längerer Zeit. Früher war es eine mühselige Sache, sicherzustellen, dass alle Mechanismen funktionieren. Bis mir vor einigen Monaten das YSlow! Plugin von Yahoo! für den Firefox (mit Firebug) über den Weg gelaufen ist. Mit diesem kostenlosen Tool kann man extrem schnell ermitteln, wo HTTP-Caches auf der eigenen Webseite nicht richtig eingesetzt werden. Überzeugt Euch selbst in meinem Video 😉

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