Koch-Rezept: Jahrgangssardinen

JAHRGANGSSARDINEN – eine Delikatesse!

Wussten Sie schon, dass es Jahrgangssardinen gibt? Eh oui, die gute alte Ölsardine gehört in einigen 3-Sterne-Restaurants zu den Delikatessen! Preiswert, wenn man sie selbst kauft, wählt man die Ohne-Haut-und-Gräten-Version, kauft ein Maximum an Dosen (auch bei den bekannten Discountern findet man ausgezeichnete Ware!), die besten kommen aus St. Gilles-Croix-de-Vie, aber man kann durchaus auch andere nehmen, und lagert sie wie einen guten Wein. Alle 6 Monate wendet man sie, damit das Öl auch „überall hin kommt“ und legt sich so einen 1.-Klasse-Vorrat an.

Gesund sind Jahrgangssardinen auch noch

Die kleinen Sardinenfilets haben unzählige Vorteile: reich an Omega-3-Fettsäuren tun sie unserem Herzen zumindest körperlich gut, sie sind preiswert und enthalten obendrein für Kinder und zukünftige Mamas das unentbehrliche Kalzium. Aber wissen Sie auch, wie man daraus eine schnelle, köstliche und auch von Kindern geschätzte Köstlichkeit macht? Man nimmt für eine Person, je nach Appetit, 1 – 2 Dosen dieser kleinen Fische, die es so gut mit uns meinen.

Zubereitung (gekauft werden sie am besten in der Bretagne!)

Im Bretagne-Urlaub kann man – umso besser – auch fangfrische Sardinen nehmen, die man dann filetiert und entgrätet. Man giesst das Öl aus der Dose ab und kippt die Sardinen, damit sie nicht kaputtgehen, in eine Pfanne. Hinzu fügt man ein kleines (!) Stück (ca. 20 gr, wie im Hotel) dieser köstlichen Butter mit Salzkristallen, die es in der Bretagne überall gibt und nach Geschmack und Menge feingehackte Knoblauchzehen (Keim entfernen, das macht weniger einsam).

Und dann brät man sie bei kleiner Flamme und wendet sie von Zeit zu Zeit vorsichtig um. In der Zwischenzeit schält man festkochende Kartoffeln – nur Sie wissen, wieviel jedes Familienmitglied oder jeder Gast isst – und schneidet sie in Scheiben. Man übergiesst sie kurz mit heissem Wasser, das nimmt einen Grossteil der Stärke, und kocht sie ca. 10 Minuten in ungesalzenem Wasser (in der Butter ist ja auch schon Salz); das reicht, da sie ja in Scheiben geschnitten sind – und besonders im Urlaub wollen viele von uns vielleicht nicht so viel Zeit in der Küche verbringen.

Nun streuen wir grosszügig feingehackte Petersilie – wenn möglich glatte – darüber, bedienen jeden Gast mit Kartoffeln und verteilen seine Portion Sardinen darüber. Dazu gibt es, um den Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen zu halten, einen Salat aus Rucola, Feldsalat oder beidem mit ein paar freundlich-rosa, in Scheiben geschnittenen Radieschen oder einigen Scheiben Rettich (wunderbar zur Leber-Entgiftung im Frühjahr) und gehackten Walnüssen. Würzen Sie ihn mit etwas Balsamico-Essig und Walnussöl – mehr braucht er nicht, sonst nehmen Sie ihm seinen delikaten Eigengeschmack!

Lust auf einen Urlaub in der Bretagne?

Viele Ferienhäuser in der Bretagne verfügen über eine sogenannte „Sommerküche“ – dort kocht man alles, was ein bisschen mehr Geruch verbreitet, wie Fisch, Crêpes usw. Viel Spass und guten Appetit!

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Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

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