Sehenswürdigkeiten Bretagne: Der Pointe du Raz

Der Pointe Du Raz ist mit Sicherheit eines der Beeindruckendsten Orte in der Bretagne und zugleich eine Sehenswürdigkeit, die sich in Frankreich nicht vor anderen Sehenswürdigkeiten verstecken muss. Eine Felsküste in der Finistere (nahe Plogoff), ein Felskap und zugleich eines der charakteristischsten Kaps der ganzen bretonischen Küstenlandschaft. Der Point Du Raz ist international bekannt und hat sich in den letzten 20 Jahren durchaus verändert. Verändert hat sich selbstverständlich nicht die ca. 72 Meter ins Meer ragende Felszunge. Aber die Umgebung wurde teilweise wieder mit Heidebegrünung bepflanz und auch die „Touristen“ besuchen den Pointe du Raz heute „geordneter“ als noch früher: Befestigte Parkplätze und die Eintrittspflicht tagsüber sorgen für einen „geordneten“ Besuch.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sfv-ijGZ914

In meinem letzten Aufenthalt in der Bretagne (September 2009) habe ich den Pointe Du Raz und seine Umgebung als Video in Bild und Ton festgehalten. Mal schaun, wie sich dieser Ort in den nächsten 20 Jahren entwickelt. Neben dem Pointe du Raz gibt es in Finstere und in der Bretagne nach jede Menge weiterer, beeindruckender und schöner Sehenswürdigkeiten. In unserem Ferienhauskatalog haben wir eine besondere Rubrik für Bretagne Ferienhäuser nahe Sehenswürdigkeiten und weiteren Kulturplätzen eingerichtet.  Dort finden Sie natürlich Unterkünfte nahe des Pointe Du Raz (Empfehlung: ein Ferienhaus in der Umgebung von Plogoff). Aber auf weitere Ferienhäuser & Ferienwohnungen nahe weiterer Sehenswürdigkeiten & kulturell attraktiven Orten, über die wir in dieser Serie nach und nach berichten werden.

Share

Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

Share