Rezepttipp: Deutscher Bratapfel trifft auf französische „Bûche de Noël“

Die Bûche de Noël (dt. Weihnachtsbaumstamm, Weihnachtsscheit) ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck aus Frankreich, das als Dessert zum Weihnachtsessen auch in der Bretagne gereicht wird. Ursprünglich verbrannte man zu Weihnachten einen großen Holzklotz aus Buche, Eiche, Ulme oder einem Obstbaum im Kamin. Das süße Dessert soll heute noch an diese Tradition erinnern.

(c) Location Bretagne

Klassisch besteht die Bûche de Noël aus einem rechteckigen Biskuitboden, auch Génoise genannt, der mit einer Buttercreme gefüllt wird. Heute gibt es viele Varianten des traditionellen Rezepts. Wir ließen uns bei unserem eigenen Rezept durch den unwiderstehlichen Duft von Bratäpfeln inspirieren und ersetzten außerdem die kalorienreiche Buttercreme durch eine Vanillepudding-Sahne-Füllung. Und so geht’s:

4-5 mittelgroße Äpfel entkernen, in eine feuerfeste Form geben, mit Butterflöckchen, einer Prise Zimt und Zucker bestreuen. Je nach Geschmack jeweils einen kleinen Schuss Calvados oder Amaretto in die Äpfel gießen. Äpfel bei 200 Grad ca. 35-40 Minuten im Ofen backen und abkühlen lassen.

Für die Vanillecreme aus 250 ml Milch, 3 EL Zucker und ½ Päckchen Vanillepuddingpulver nach Packungsanleitung einen Pudding kochen. Dünn mit Puderzucker besieben und kalt werden lassen.

125 g geriebene Mandeln kurz in einer beschichteten Pfanne anrösten. Die inzwischen abgekühlten Bratäpfel vierteln und durch ein Sieb streichen. Den Apfelbrei mit den geriebenen Mandeln, 25 g Zucker, und einem gestrichenen TL Zimt vermischen.

Bratapfelmasse für „Bûche de Noël“

Für den Biskuit-Teig 3 Eier aufschlagen und mit einem Rührgerät 3 bis 5 Minuten schaumig schlagen, 90 g Zucker und 1 Prise Salz einrieseln lassen, nochmals 3 bis 5 Minuten weiterrühren. 70 g Mehl, 30 g Speisestärke und ½ TL Backpulver vermischen, sieben und unter die Eiermasse heben. Biskuitmasse auf Backpapier auf einem Backblech verteilen und glätten. Auf der mittleren Schiene 8 bis 10 Minuten bei 220 Grad backen. Das Biskuit aus dem Backofen nehmen, mit dem Backpapier aufrollen und abkühlen lassen.

Biskuitteig für Bûche de Noël

125 ml Sahne steif schlagen. Den abgekühlten Pudding durch ein Sieb streichen und mit der Sahne mischen.

Vanillepuddingmasse für Bûche de Noël

Den Biskuitboden auseinanderrollen. Erst die Apfel-, dann die Puddingmasse auf dem Teig verteilen, diesen vom Papier lösen und aufrollen. Bis zum Servieren kalt stellen und vor dem Verzehr mit Puderzucker und Zimt bestreuen.

Bûche de Noël mit Mandel-Apfelmasse und Sahnepudding füllen

Zubereitungszeit: 100 Minuten

Backzeit: 8 bis 10 Minuten

Viel Spaß beim Ausprobieren und „Joyeux Noël“ wünscht das Team von Location Bretagne!

Tipps für Kochbücher mit modernen und traditionellen Rezepten aus der Bretagne haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Andere Länder, andere Sitten – auch beim Autofahren

Seit 1. Juli 2012 müssen alle Autofahrer, auch Touristen, in Frankreich einen Alkohol-Schnelltester im Auto mit sich führen. Wer keinen unbenutzten Tester bei einer Kontrolle vorweisen kann, muss ab November mindestens 11 Euro Bußgeld bezahlen. Ziel der französischen Regierung ist es, mit dieser Maßnahme die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Autofahrer sollen, bevor sie sich hinters Steuer setzen und nicht wissen, ob sie noch fahrtüchtig sind, anhand der Röhrchen ihren Promillewert ermitteln. Der Einweg-Alkoholtest koste rund 1,50 Euro und soll in Apotheken, Diskotheken und Tankstellen erhältlich sein. In Frankreich gilt wie in Deutschland und in den meisten europäischen Ländern die Promillegrenze 0,5.

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Mobiles Internet Bretagne (Frankreich): Mit dem UMTS-Modem surfen

Die EU-wächst zusammen – außer beim Mobilfunk. Egal, ob man geschäftlich oder privat im Urlaub unterwegs ist, bekommt man immer wieder einen ähnlichen Eindruck. Nicht nur, dass innerhalb Deutschlands ein regelrechter “Tarifdschungel” herrscht. Sobald man sich in ausländische Mobilfunknetze einwählt, wird es schnell richtig teuer. Dieser Preisanstieg im Ausland bezieht sich nicht nur auf die Sprachtelefonie, sondern auch auf die mobile Datennutzung.

Eine Untersuchung von Datentarifen deutscher Mobilfunkprovider im EU-Ausland (Stand Juli 2010) zeigt folgendes Bild:

T-Mobile Vodafone O2 E-Plus/Base
Datenflatrate, Inland (pro Monat) EUR 39,95 EUR 34,95 EUR 21,25 EUR 10,00
Datennutzung Ausland, günstigstes Angebot
(pro 1000 KB)
EUR 3,40 EUR 3,40 EUR 5,00 EUR 0,97
Datennutzung Ausland, teuerstes Angebot
(pro 1000 KB)
EUR 15,80 EUR 19,80 EUR 15,00 EUR 11,70

Diese Preisstruktur erlaubt es nicht, im Urlaub mit einer deutschen Mobilfunkkarte ausgiebig zu “surfen”, denn es wird schnell zur Kostenfalle. Eine preisattraktivere Alternative ist die Nutzung einer lokalen Mobilfunkkarte. Da man im Urlaub in der Regel nur wenige Wochen im selben Land ist, empfiehlt es sich, statt einer vertragsgebundenen SIM-Karte eine vertragsunabhängige Prepaid-Karte zu erwerben.  Das Team von Location Bretagne hat die Möglichkeiten des mobilen Internet im Ferienhausurlaub für Sie getestet und bewertet.

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Sehenswürdigkeiten Bretagne: Der Pointe du Raz

Der Pointe Du Raz ist mit Sicherheit eines der Beeindruckendsten Orte in der Bretagne und zugleich eine Sehenswürdigkeit, die sich in Frankreich nicht vor anderen Sehenswürdigkeiten verstecken muss. Eine Felsküste in der Finistere (nahe Plogoff), ein Felskap und zugleich eines der charakteristischsten Kaps der ganzen bretonischen Küstenlandschaft. Der Point Du Raz ist international bekannt und hat sich in den letzten 20 Jahren durchaus verändert. Verändert hat sich selbstverständlich nicht die ca. 72 Meter ins Meer ragende Felszunge. Aber die Umgebung wurde teilweise wieder mit Heidebegrünung bepflanz und auch die „Touristen“ besuchen den Pointe du Raz heute „geordneter“ als noch früher: Befestigte Parkplätze und die Eintrittspflicht tagsüber sorgen für einen „geordneten“ Besuch.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sfv-ijGZ914

In meinem letzten Aufenthalt in der Bretagne (September 2009) habe ich den Pointe Du Raz und seine Umgebung als Video in Bild und Ton festgehalten. Mal schaun, wie sich dieser Ort in den nächsten 20 Jahren entwickelt. Neben dem Pointe du Raz gibt es in Finstere und in der Bretagne nach jede Menge weiterer, beeindruckender und schöner Sehenswürdigkeiten. In unserem Ferienhauskatalog haben wir eine besondere Rubrik für Bretagne Ferienhäuser nahe Sehenswürdigkeiten und weiteren Kulturplätzen eingerichtet.  Dort finden Sie natürlich Unterkünfte nahe des Pointe Du Raz (Empfehlung: ein Ferienhaus in der Umgebung von Plogoff). Aber auf weitere Ferienhäuser & Ferienwohnungen nahe weiterer Sehenswürdigkeiten & kulturell attraktiven Orten, über die wir in dieser Serie nach und nach berichten werden.

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Urlaub im Bretagne Ferienhaus mit Hund?

Mit dem Hund in den Urlaub? Die Bretagne und ein Ferienhaus eignen sich ideal
Mit dem Hund in den Urlaub? Die Bretagne und ein Ferienhaus eignen sich ideal

Besonders für Urlauber mit Hund ist die Bretagne sehr gut geeignet. Durch die geringe Bevölkerungsdichte in der Bretagne (diese Region in Frankreich hat etwa eine Fläche von 27.000 Quadratkilometern und beheimatet ca. 3 Millionen Einwohner) sowie die vielen kilometerlangen Sandstrände und Felsküsten hat der „vierbeinige Freund des Menschen“ viel Auslauf! Statt sich selbst und den Hund in ein kleines Hotelzimmer „einzupferchen“ empfehle ich lieber ein geräumiges Ferienhaus, möglichst noch mit einem großzügigen Garten – damit das „Gassi“ gehen auch gern mal auf dem eigenen Grund stattfinden darf. Doch auch bei den Ferienhäusern gibt es unterschiede. Da besonders in der Bretagne die meisten Feriendomizile noch im Familienbesitz sind, hängt es ganz von der Besitzer-Familie ab, ob der „Kleine“ auch willkommen ist.

Daher sind sämtliche Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Katalog von Location Bretagne gekennzeichnet, ob Hunde mitgebracht werden dürfen oder nicht. Bei den Unterkünften, in denen Hunde willkommen sind, haben wir eine zusätzliche Kennzeichnung eingeführt, die angibt, wieviele Hunde mitgebracht werden dürfen. Diese Zahl ist bei Buchung durchaus wörtlich zu nehmen: Denn mehr Hunde, als in der Katalogbeschreibung angegeben ist, dürfen nicht mitgenommen werden. Jedoch kann aus dieser „Hundezahl“ noch etwas anderes gelesen werden: Je mehr Hunde „zugelassen“ sind, desto tier- und hundefreundlicher sind in der Regel die Eigentümer – meist besitzen diese selbst Hunde.

Gerade auch die Häuser, in denen mehrere Tiere mitgebracht werden dürfen, eignen sich auch für größere Hunderassen. Gründe dafür sind bspw. das Mobiliar, die Beschaffenheit des Grundstücks sowie die Gastfreundschaft der Eigentümerfamilie. Mittlerweile haben jedoch eine Menge sehr schöner, gepflegter und wie immer qualitätsgeprüfter Ferienhäuser in unserem Katalog einen Platz gefunden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine separate Themenseite für den Urlaub im Ferienhaus Bretagne mit Hund zusammenzustellen. Auf dieser Seite haben wir Ferienhäuser und Ferienwohnungen zusammengestellt, die aus unserer Sicht besonders gut geeignet sind. Positive Eigenschaften, die zu einer guten Eignung beitragen, sind bspw.:

  • Größe des Grundstücks/Garten,
  • Beschaffenheit der Umgebung,
  • Beschaffenheit des Grundstücks (Umfriedung, etc.),
  • Gastfreundschaft bzw. Tierliebe der Eigentümer,
  • Beschaffenheit des Mobilars.

Ich hoffe, dass die neue Themenseite in unserem Katalog allen Hundeliebhabern, die Urlaub in Frankreich machen wollen, einige interessante Vorschläge bereitet!

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Urlaub trotz Schweinegrippe: Wie ist die Situation in der Bretagne (Frankreich)?

Zunächst einmal möchte ich vor übertriebener Panik vor der „Neuen Influenza“ („Schweinegrippe“) warnen. Grippewellen (auch Sommergrippewellen!) gibt es jedes Jahr. Die „alte Influenza“, die besonders in den Wintermonaten Deutschland jedes Jahr heimsucht, ist ungefähr so riskant wie die unter dem Namen Schweinegrippe bekannte „Neue Influenza“ (die Todesrate liegt nur leicht über derjenigen einer normalen Grippe-Epidemie). Und wir haben uns an die Gefahr gewöhnt und gelernt, damit umzugehen. Oder verfallen Sie etwa noch jedes Jahr im Winter in Panik, an der Influenza zu erkranken?

Offensichtlich haben sich jedoch überdurchschnittlich viele deutsche Urlauber in Spanien, Mallorca, speziell El Arenal an der Schweinegrippe  angesteckt. Frankreich allgemein, aber auch die Bretagne ist bisher kaum betroffen. Bisher konnte ich auch keine Berichte ausfindig machen, die darauf hindeuten, dass die Bretagne ein Risikogebiet ist.

Diese Beobachtung deckt sich auch mit den Beschreibungen, dass die Ansteckungsgefahr in Plätzen mit vielen Menschen auf kleinem Raum und Hautkontakt am höchsten ist (bspw. eine Diskothek in El Arenal). Die Bretagne als Region, in der wir die meisten Ferienhäuser und Ferienwohnungen in unserem Katalog anbieten, ist jedoch genau durch eine gegenteilige Situation gekennzeichnet: Viel Platz, weitläufige Landschaften und Sandstrände, keine Hotel- und Bettenburgen, sondern viele individuelle Ferienwohnungen und Ferienhäuser mit genügend „persönlichem Raum“ um sich herum. Diskotheken- und Partykulturen, wie sie auf Mallorca, Lorette de Mar oder auch Ibiza zu finden sind, gibt es in der Bretagne nicht!

Aus diesen Gründen ist auch davon auszugehen, dass die Bretagne zu denjenigen Regionen in Frankreich (vielleicht auch in ganz Europa) gehören wird, die am wenigsten von der Schweinegrippe betroffen ist.  Nebenbei: In unserer Informationsseite über die Bretagne haben wir festgestellt, dass die Bevölkerungsdichte dort ähnlich gering ist, wie in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern.

Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, gibt es übrigens eine schöne Übersicht auf gemeldete Schweinegrippe-Fälle auf einer Google Map. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels sind in der Bretagne kaum Fälle gemeldet worden.

Schweinegrippe in der Welt und in der Bretagne

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Bretagne Urlaub geplant? Informationen, Meinungen & Meer… [Teil 1]

Einführung

Ist die Bretagne als Urlaubsziel in die engere Auswahl gefallen oder steht ein Urlaub in der Bretagne schon so gut wie fest? Gerade wenn man diese Region in Frankreich noch nie bereist hat, sollte man sich vorher informieren! In diesem Blog-Artikel versuche ich, wesentliche Quellen mit attraktiven und weiterführenden Informationen zusammen zu stellen.

Warum schreibe gerade ich diese Zusammenstellung? Als Mitglied des Location Bretagne Teams bin ich derjenige, der vermutlich das distanzierteste Verhältnis zu dieser Region hat. Keine Frage, ich habe die Bretagne unzählige Male bereist und ich mag diese Region. Privat mag ich aber auch andere Regionen in Frankreich (bspw. Provence oder Cote Azur) und auch völlig andere Länder als Urlaubsziel. So hat mir mein letzter Urlaub in Deutschland im Ostseebad Binz auf Rügen aber auch bspw. mein Urlaub in Spanien auf den Balearen (Ibiza) und auf dem südlichen spanischen Festland (bei Malaga) sehr gut gefallen. Es gibt viele Seiten im Netz über die Bretagne, die sogar von einer „Liebe“ zur Bretagne sprechen oder von einer einzigartigen (teils „intimen“ Verbindung) zu dieser Region. Ist ja auch klar, denn gerade diese „Bretagne-Fans“ spüren die intrinsische Motivation, sich die Mühe zu machen und eine eigene Bretagne Informationsseite ins Netz zu stellen. Eine weitere Gruppe  „Bretagne-Informationsbereitsteller“ sind Reiseanbieter, Fremdenverkehrsbüros und Ferienhausvermittlungen, bei denen sicherlich auch ein kommerzielles Interesse zur Informationsveröffentlichung beiträgt. Als dritte große Gruppe sind noch Bretagne-Auswanderer zu nennen, die sich möglicherweise im „Heimatland Deutschland“ noch einmal mit Informationen aus „erster Hand“ zurückmelden möchten.

Allen drei Gemeinsam ist: Die Informationen können nicht wirklich objektiv sein, denn 1.) Liebe macht bekanntlich blind, 2.) kommerzielle Anbieter werden sicherlich die Region für den Urlaubswilligen so attraktiv wie möglich erscheinen lassen und 3.) Auswanderer würden ja ihre eigene tiefgreifende Lebensentscheidung in Frage stellen, wenn die neue Heimat nicht in den höchsten Tönen gelobt würde.

Bretagne aus Sicht eines Reisenden

Denn die Bretagne ist groß (laut dem Wikipedia-Artikel über die Bretagne hat sie eine Fläche von etwa 27.208 km²). Aus Sicht eines deutschen Urlaubers ist das nur etwas weniger Fläche als Brandenburg bzw. knapp ca. drei Viertel der Fläche von Nordrhein-Westfalen). Für einen Österreicher sind das ca. 1/3 und für einen Schweizer etwa 2/3 der Fläche des Heimatstaates.

Ich bin mit dem Auto innerhalb von zwei Tagen durch die Bretage gequert (vom äußersten Süden der Morbihan, genauer eigentlich schon im Norden von Loire-Atlantique bei La Baule) entlang der Atlantikküste bis zum Norden der Côtes d’Armor, bei St. Brieuc). Und ich muss sagen, landschaftlich *und* architektonisch liegen zwischen diesen beiden Extremen Welten, ähnlich als wenn man in Deutschland vom norddeutschen Emsland ins Schwabenland fährt. Während der Süden der Bretagne architektonisch deutlich „mediterran-französischer“ erscheint, wirkt die Finistére plötzlich und fast schon abrupt „irisch-keltisch“ und die Côtes d Armor weitläufig und unberührt-nordisch (aber nicht skandinavisch-schwedisch, sondern eher wie eine nördliche Schwarzwaldregion).

Auch klimatisch und an den Stränden drücken sich diese Unterschiede aus: Die Luft und das Klima in der Morbihan wirkt deutlich lieblich-milder, während sie in der Finistere rauh-keltischer und in der Côtes d Armor irgendwie dazwischen erscheinen.

Dieser Eindruck setzt sich auch beim Erscheinungsbild der Ortschaften (insbesondere der touristikaffinen Seebäder) fort. Die Stand- und Küstenpromenade von La Baule (Loire-Atlantique) hat mich eindeutig an die (mondäne) Promenade von Nizza an der Côte Azur erinnert. Die Badeorte angefangen in der Region um Sarzeau bis Concarneau bzw. Loctudy erschienen zwar französisch, meist noch leicht mediterran und mondän, konnten aber vom Erscheinungsbild eine gewisse Verwandschaft zu schönen Seebädern an unserer Ost- und Nordsee in meiner Sicht nicht vollständige ablegen (wobei die Tendenz eher zu unserer Nordsee zeigte, je weiter man sich dem nördlicheren Concarneau nähert). Ab Penmarc’h gibt es dann einen wahrgenommen Bruch hin zum keltischen Erscheinungsbild, das jeglichem Vergleich mit deutschen Seebädern entbehrt.

Auffallend ist hier auch, das ab diesem Punkt die Orte wahrgenommen weniger kommerzielle Touristikangebote bieten (Bars, Cafés, Bootsverleih etc.) bzw. diese Angebote auf den Besucher deutlich dezenter wirken. Dieser Eindruck setzt sich angefangen von Penmarc’h bis nach Brest fort.

Ab Brest erscheint die Besiedelung dann deutlich weitläufiger und gröber gestrickt.

Weiterführende Informationsquellen zur Bretagne

Im Folgenden habe ich einige Seiten zusammengestellt, die aus meiner Sicht einen guten Einstieg in das Thema „Bretagne“ bieten. Bei dieser Zusammenstellung habe ich mich bewusst deutschsprachige Quellen beschränkt.

Allgemeine Informationsseiten

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Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

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