Sehenswürdigkeiten der Bretagne: Neue HD Panoramavideos von Pointe Du Raz & Baie des Trepasses

In unserer Serie „Sehenswürdigkeiten der Bretagne“ haben wir kürzlich attraktive 360° Panoramabilder mit der Photosynth-Technik von Microsoft veröffentlicht (vgl. die Berichte Bretagne Sehenswürdigkeiten: Der Pointe Du Raz als 360° Panoramaufnahme, Bretagne Sehenswürdigkeiten: Baie des Trépassés als 360° Panoramaaufnahme und Orte der Bretagne: Der Strand von Plouhinec als 360° Panoramaaufnahme).

Wir erweitern diese Serie um 360° Grad Panoramavideos in HD Qualität. Die folgenden Videos sind alternativ auch über unseren Youtube-Channel „Ferien Bretagne“ abrufbar.

Das Video zum Pointe du Raz wurde im September 2011 nahe der Aussichtsplattform am Pointe du Raz aufgenommen:

Pointe Du Raz Bretagne: 360° HD Panoramavideo

Das Video zum Pointe du Raz mit Blick auf die Baie des Trepasses und Pointe du Van wurde im September 2011 nahe der äußersten „Spitze“ des Pointe du Raz aufgenommen:

Pointe Du Raz & Baie des Trépassés Bretagne: 360° HD Panoramavideo

Das Video an der Baie des Trepasses wurde im September 2011 aufgenommen.

Baie des Trepasses: 360° HD Panoramavideo

Tipp: Sie suchen eine Unterkunft für einen geplanten Aufenthalt in der Bretagne? Besuchen Sie den Ferienhauskatalog von Location Bretagne. In der speziellen Rubrik „Ferienhaus oder Ferienwohnung nahe Sehenswürdigkeiten“ finden Sie eine attraktive Auswahl qualitätsgeprüfter Feriendomizile nahe Sehenswürdigkeiten.

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Orte der Bretagne: Der Strand von Plouhinec als 360° Panoramaaufnahme

Der Sandstrand bei Plouhinec ist eines der eindrucksvollsten Strände in der Region Finistere. Feiner, kieselarmer Sandstrand lädt zum Baden ein. Aber auch für Surfer und Spaziergänger ist der Strand bei Plouhinec ein attraktives Ausflugsziel. Wichtig ist zu beachten, dass nicht über das ganze Jahr hinweg eine Bewachung des Strandes stattfindet. Ausserhalb der Kernsaisonzeiten (Juli, August) ist der Strand oft unbewacht. Auch wenn man ausserhalb dieser Zeiten problemlos baden kann (ich habe es gemacht), sollte man der Gewalt des Meeres mit dem nötigen Respekt entgegentreten. Dass Kinder nicht unbeaufsichtigt ins Meer gelassen werden sollten, versteht sich von selbst.

Ich selber habe dieses Gebiet auch gern zum Joggen genutzt, als ich im September 2011 in einem meiner Lieblingsferienhäuser (Haus Goyat Plage) für einige Tage übernachtet habe. Von diesem Ort führen führen zwei interessante Joggingrouten:

Im Gebiet rund um Plouhinec finden Sie im Katalog von Location Bretagne übrigens weitere qualitätsgeprüfte Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die einen Besucht wert sind.

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Bretagne Sehenswürdigkeiten: Baie des Trépassés als 360° Panoramaaufnahme

Die Baie des Trépassés (deutsch: Bucht der Toten) ist eine kleine, idyllische Bucht, die zwischen den Sehenswürdigkeiten Pointe du Raz und Pointe du Van gelegen ist und daher zur Gemeinde Plogoff gehört. Für die Entstehung des Namens „Bucht der Toten“ gibt es mehrere Erklärungen. Eine verbreitete Erklärung ist der Umstand, dass zur keltischen Zeit über diese Bucht verstorbene Personen zur Ile de Sein verschifft wurden (vgl. dazu auch den Beitrag „Sehenswürdigkeiten Bretagne: Ile de Sein – Insel im ewigen Wind“ in diesem Blog.

Die Bucht hat eine attraktiven, feindsandigen Strand und ist zusammen mit ihrer eindrucksvollen Lage eine Sehenswürdigkeit in der Bretagne, und zwar für Spaziergänger, Surfer und Meerbadende gleichzeitig.

Übrigens: Eine Liste mit qualitätsgeprüften Ferienhäusern und Ferienwohnungen rund um die Gemeinde Plogoff finden Sie in unserem Ferienhauskatalog von Location Bretagne.



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Bretagne Sehenswürdigkeiten: Der Pointe Du Raz als 360° Panoramaufnahme

Am Ende der Landschaft des Cap Sizun im Departement Finistere der Bretagne befindet sich der Pointe Du Raz, eine monumentale, schroffe Klippe, die mit einer Höhe von ca. 75 Metern ins mehr ragt. Das beeindruckende Antlitz des Pointe Du Raz hat zu seiner internationalen Bekannheit als touristisches Ausflugsziel beigetragen (vgl. dazu auch den Beitrag „Sehenswürdigkeiten Bretagne: Der Pointe Du Raz“ in diesem Blog).  In diesem Beitrag haben wir ein eindrucksvolles Video verlinkt. Etwa 7-8 Kilometer vom Pointe Du Raz entfernt liegt die die Insel Ile de Sein, die wir ebenfalls bereits in diesem Blog gewürdigt haben (vgl. dazu den Beitrag „Sehenswürdigkeiten Bretagne: Ile de Sein – Insel im ewigen Wind„). Eine weitere Attraktion in der Nähe des Pointe Du Raz ist die Baie des Trèpassés (Bucht der Toten), die wir in einem weiteren Beitrag präsentieren werden.

Unseren letzten Aufenthalt in der Bretagne haben wir genutzt, um das beeindruckende Erscheinungsbild in Form einer 360° Panoramaaufnahme festzuhalten. Wir wünschen viel Spass beim Betrachten. Übrigens: Falls Sie auf „den Geschmack“ gekommen sind: Eine Liste qualitätsgeprüfter Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Finistere finden Sie in unserem Ferienhauskatalog.



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Sehenswürdigkeiten Bretagne: Ile de Sein – Insel im ewigen Wind

Wer an Bord der Fähre in Audierne ablegt und Richtung Ile de Sein durch den tückischen Raz de Sein fährt, ahnt nichts von den Hunderten von zerschollenen Schiffswracks am Meeresgrund, die den gefährlichen Klippen und Strömungen zum Opfer fielen.

Nach Passieren des gewaltigen Leuchtturms „La Vieille“ auf dem Felsen Gorlebella, an dem die Fähre vermeindlich nur eine Handbreit entfernt vorbeifährt , kommt für die Passagiere eine kleine Insel, wie ein Blättchen auf dem Wasser schwimmend, zu Gesicht. Diese Insel ragt bei Flut nur ca. 1,5 m an seiner flachsten Stelle aus dem Wasser, bei unveränderter Klimaerwärmung wird sie mit seinen etwa 300 festen Einwohnern in ca. 20 Jahren gänzlich verschwunden sein.

Auf der Insel drängt sich das Leben in kleinen Häusern vorwiegend im Osten schutzsuchend zusammen. Durch seine isolierte Lage hat sich in den gewundenen Gassen die vergangene Zeit in den letzten 80 Jahren unverändert gegen den ständigen Wind und das wechselhafte Wetter verborgen gehalten.

Die männlichen Einwohner sind immer schon wagemutige Seefahrer bei der Marine oder als Fischer gewesen, die Frauen sammeln Algen zur Düngung der winzigen Felder. Doch es werden immer weniger, die bereit sind, sich dem Druck der Naturgewalten zu stellen.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges waren es noch ca. 600 Einwohner, wovon sich die männlichen Einwohner auf den Schiffen der Invasionsflotte besonders verdient gemacht haben.

Die meisten Besucher kommen als Tagestouristen, es gibt nur einige sehr begehrte Ferienobjekte, auch diese werden überwiegend in den Sommermonaten genutzt. Im Ferienhaus-Katalog von Location Bretagne finden Sie zwar keine Feriendomizile, die direkt auf der Ile de Sein liegen, aber immerhin Ferienhäuser & Ferienwohnungen, die in Plouhinec oder Audierne liegen und sich daher ideal als Ausgangspunkt für einen Ausflug zur Ile de Sein eignen.

Seit wann die Ile de Sein bewohnt ist, weiß niemand genau, fest steht, dass hier schon vor etwa 3000 Jahren Menschen gelebt haben. Um Christi Geburt diente die Insel als Grabstätte für druidische Priester der Bretagne, deren Leichname von der Baie de Trépassés, der Bucht der Dahingeschiedenen, hierher gebracht wurde. Sicher ist auch, dass hier zur gallischen Zeit Priesterinnen lebten, die die Zukunft vorhersagen konnten.

An den vielen geheimnisvollen Tagen, mit pfeifenden Winden oder still mit wehenden Nebelfetzen und dem Rauschen der Brandung sowie dem Gekreisch der Möwen, begreift auch der Tagestourist, dass sich um diesen Inselfelsen am Ende der damals bekannten Welt viele Geheimnisse und Unerklärliches rankte. Heute noch erzählen die einheimischen Sénans Geschichten vom bag noz, vom Boot der Nacht, das schemenhaft am Horizont auftaucht, um ein Unglück anzukündigen.

Die neue Zeit steht auch auf der Insel nicht still, so gibt es längst elektrisches Licht, Gas zum Heizen und Kochen, trotzdem hat sich das Eiland seine Weite und blaue Helligkeit an schönen Tagen und sternklaren Nächte mit silbrigen Wellenkämmen, seine besondere Stimmung und Mysthik erhalten, die jeden Besucher nachhaltig in seinen Bann zieht.

In der Bretagne gibt über die Ile de Sein hinaus noch weitere interessante und sehenswerte Inseln, die sich ideal für einen Urlaub eignen. Daher gibt es im Katalog von Location Bretagne eine spezielle Rubrik, in der Ferienwohnungen & Ferienhäuser in der Bretagne zusammengefasst sind, die auf einer Insel (oder ganz in der Nähe) liegen.

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Sehenswürdigkeiten Bretagne: Der Pointe du Raz

Der Pointe Du Raz ist mit Sicherheit eines der Beeindruckendsten Orte in der Bretagne und zugleich eine Sehenswürdigkeit, die sich in Frankreich nicht vor anderen Sehenswürdigkeiten verstecken muss. Eine Felsküste in der Finistere (nahe Plogoff), ein Felskap und zugleich eines der charakteristischsten Kaps der ganzen bretonischen Küstenlandschaft. Der Point Du Raz ist international bekannt und hat sich in den letzten 20 Jahren durchaus verändert. Verändert hat sich selbstverständlich nicht die ca. 72 Meter ins Meer ragende Felszunge. Aber die Umgebung wurde teilweise wieder mit Heidebegrünung bepflanz und auch die „Touristen“ besuchen den Pointe du Raz heute „geordneter“ als noch früher: Befestigte Parkplätze und die Eintrittspflicht tagsüber sorgen für einen „geordneten“ Besuch.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sfv-ijGZ914

In meinem letzten Aufenthalt in der Bretagne (September 2009) habe ich den Pointe Du Raz und seine Umgebung als Video in Bild und Ton festgehalten. Mal schaun, wie sich dieser Ort in den nächsten 20 Jahren entwickelt. Neben dem Pointe du Raz gibt es in Finstere und in der Bretagne nach jede Menge weiterer, beeindruckender und schöner Sehenswürdigkeiten. In unserem Ferienhauskatalog haben wir eine besondere Rubrik für Bretagne Ferienhäuser nahe Sehenswürdigkeiten und weiteren Kulturplätzen eingerichtet.  Dort finden Sie natürlich Unterkünfte nahe des Pointe Du Raz (Empfehlung: ein Ferienhaus in der Umgebung von Plogoff). Aber auf weitere Ferienhäuser & Ferienwohnungen nahe weiterer Sehenswürdigkeiten & kulturell attraktiven Orten, über die wir in dieser Serie nach und nach berichten werden.

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Augenzeuge-Bericht: Algen in Tregunc / Trevignon, Bretagne

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich Vor-Ort-Eindrücke und Augenzeugen-Berichte der Algen-Situation in der Bretagne. Ich halte diese Informationen für sehr wichtig, da in den Massen-Medien der Eindruck erweckt wird, die gesamte bretonische Küstenlinie sei von einer riesigen Algenplage bedroht (Stichwörter: Algenpest, Killeralgen, Todesalgen usw.). Unsere bisherigen Berichte zeigten: Das Gegenteil ist der Fall, die bretonische Küstenlinie ist mit über 2700 km so lang, dass unmöglich von einem generellen Problem gesprochen werden kann.

Heute veröffentliche ich einen Augenzeugen-Bericht von unserer Partner-Agentur Thomas Zinecker, der viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Bretagne aus unserem Katalog betreut. die Situation in und um Tregunc bzw. Trevignon (Finistere):

Zusammenfassung: Von Algen bzw. einer unangenehmen Ansammlung von Algen ist nichts zu sehen.

Strände in der Umgebung der Stadt Tregunc

Blick auf einen Strand in Tregunc, Bretagne im Juli 2009. Keine Algen erkennbar.
Blick auf einen Strand in Treguc im Juli 2009. Keine Algen Probleme erkennbar.

Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes. Keine Algenprobleme erkennbar.
Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes
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Algenpest in der Bretagne? Vor-Ort Eindrücke von Algen und Stränden aus erster Hand…

Algen in der Bretagne – ein Problem?

Seit einigen Tagen liest, sieht und hört man in den Medien wieder mehr aus der Bretagne. Leider sind es diesmal nicht besonders schöne Nachrichten, die Zeitungen, Radio- und TV-Sender uns nach Deutschland schicken: In der Bretagne gibt es Algen! Nun, mag sich der interessierte Leser denken, Algen sind an sich nichts besonders, vor allem nicht an Küstenregionen und Stränden. Denn Algen  gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde und bilden als Pflanze die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten.

In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.
In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.

Und: Algen sind gesund – sie werden nicht nur als Delikatesse in Sushi verarbeitet sondern auch in Tablettenform als wahre Gesundmacher von Fitness-  und Wellness-Begeisterten geschätzt. Manche Wissenschaftler schätzen Algen als wichtigsten Rohstoff- und Energielieferanten der Zukunft ein und lassen diesen Pflanzen daher eine wichtige Rolle als Retter der Menschheit aus der Energie-, Rohstoff und Klimakrise zukommen. Algen sind also Pflanzen, die eine wichtige Rolle für uns Menschen einnehmen. Daher hat die Bretagne schon lange eine ganz besondere Beziehung zu diesen Meerespflanzen: In der  Algenforschung ist die Bretagne weltweit führend und das Unternehmen Thalado in Roscoff stellt aus Algen kosmetische Produkte (bspw. Gesichtspflege, Badezusätze, Entspannungsprodukte) her.

Algen sind gesund und machen schön – warum nun die Aufregung?

Wenn man die aktuelle Berichterstattung über die Bretagne liest, könnte man meinen, Algen sind gefährlich und stellen eine Bedrohung für den Menschen dar. Focus-Online schreibt bspw. von „Giftigen Algen am Atlantikstrand“ oder von „Wissenschaftlern, die vor Todes-Algen in der Bretagne“ warnen. Auch in anderen Presse-Publikationen wird ein ähnlich reißerischer Tonfall gewählt, so schreibt bspw. die angesehene Süddeutsche Zeitung schlicht vom „Grünen Tod„.

Auch wenn ich die aufklärerische Funktion der Massenmedien schätze, muss ich hier doch deutliche Kritik an der journalistischen Seriösität dieser Zeitungen üben. Denn: Algen selbst sind weder giftig noch tödlich. Ein Problem ergibt sich aus einem Fäulnisprozess, bei dem offensichtlich Schwefelwasserstoff ensteht, ein Gas, dass für Mensch und Tier ab gewissen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein kann. Problematisch wird dies für den Besucher vor allem bei Ebbe, Windstille (die Fäulnisgase werden nicht weggeweht) und an Stellen mit *sehr* vielen Algen.

Welche Vor-Ort Eindrücke können wir beobachten?

Bei allen Bildern aus der Presse, die leicht den Eindruck erwecken können, die gesamte Bretagne sein ein einziger Algenteppich, sollte nicht vergessen werden, dass die Bretagne ein riesiges Flächenland ist (vergleichbar bspw. mit der Fläche des deutschen Bundeslandes Brandenburg). Auch die Küstenlinie erstreckt sich über 2730 km, das sind ca. 3,5mal soviele Kilometer wie die Entfernung zwischen Hamburg und München. Es ist also völlig unangemessen, von einem Problem auszugehen, dass die gesamte Bretagne betrifft.

Daher habe ich mich entschlossen, Ihnen hier Eindrücke zu schildern, die wir vor Ort gewonnen haben. Die „Vor-Ort-Eindrücke“ werde ich regelmäßig erweitern und aktualisieren. Hier erweist es sich als vorteilhaft, dass Location Bretagne in den verschiedenen Gebieten der Bretagne auf ein umfangreiches Netzwerk von Partner-Agenturen zurückgreifen kann, die selbst in der Bretagne wohnen und sich daher ein ungefiltertes Bild der Situation machen können.

Eindrücke aus dem Morbihan

Aus dem Morbihan (speziell Golfe du Morbihan und Prêsqu’ile de Quiberon) teilt mir unsere Partner-Agentur Hubert Britz aus Arzon folgendes mit (Herr Britz betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Wie jeder lebende Organismus benötigen auch die Algen, wenn sie sich ausbreiten sollen, ein entsprechendes Umfeld. Wie es aussieht, sind flache Wattgebiete insbesondere in den Mündungsbereichen von Flüssen für die Grünalgen vorteilhaft. Es gibt genügend Licht und der Eintrag von aus der Landwirtschaft stammenden Nitraten ist besonders hoch.

An der Atlantikküste der Halbinsel Rhuys fehlen diese Voraussetzungen fast vollständig. Die Klippen fallen sehr steil bis auf grosse Tiefen ab, die Sandstrände bieten nicht ausreichend Nährstoffe für die Grünalgen. Es gibt an der Ozeanküste der Halbinsel keine Buchten in denen das Wasser so ruhig steht, dass sich Sedimente absetzen könnten, die den Grünalgen ein vorteilhaftes Umfeld für ein Massenwachstum bieten könnten.

Auf der Golfseite gibt es am östlichen Golfende einige ausgedehnte Wattgebiete, die entsprechend ruhig sind. Bis jetzt gibt es dort (und gab schon immer) einige wenige, begrenzte Flächen auf denen Grünalgen vorkommen. Für ein masenhaftes Auftreten fehlt allerdings ein ausreichender Eintrag an nitrathaltigem Süsswasser. Zudem sind diese Gebiete zu Fuss nicht zu erreichen und schon von Natur aus nicht als Badegebiete geeignet.

Die hier an den Stränden vorkommenden Algen zählen zu den Braun- oder Rotalgen, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern, im Gegenteil, zu medizinischen Zwecken und sogar in der Diätküche genutzt werden.

Fazit: Nach dem heutigen Wissensstand gibt es hier kein Algenproblem, dass Badefreuden verhindern oder gar die Gesundheit der Badenden gefährden könnte. Die Strände sind von fröhlichen Menschen bevölkert, die die Freuden, die Meer, Sonne und Strand bieten, in vollen Zügen geniessen.“

Aus dem Morbihan teilt mir unsere Partner-Agentur Laurence Berlin aus Crac’h folgendes mit (Frau Berlin betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Hier soweit diesen ganzen Sommer nichts dergleichen zu vermerken. Soweit bekannt, sind die Côtes d’Armor (Dpt 22), zwischen Dinaard uns St-Brieuc, aber letztes Jahr betroffen gewesen!
Es ist dort auch eher wahrscheinlich, weil am Ärmekanal gelegen, das flacher ist, als bei uns hier unten.
Wir liegen hier direkt am offenen Atlantik, das ist eine ganz andere Geschichte als im Ärmelkanal oder an der Ostsee zum Beispiel.

Also: Entwarnung, keinen Grund zur Sorge an der Morbihan-Küste.“

Eindrücke aus dem Finistére

Aus dem Finistére teilt mir unsere Partner-Agentur Marion Sunderbrink aus Plogoff folgendes mit (Frau Sunderbrink betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Finistére):

„Auch für die „Baie d’Audierne“, das „Cap Sizun“ und die „Prèsqu’île de Crozon“ besteht keine Gefahr.

Diese bestimmte Grünalge entwickelt sich vor allem in Bereichen mit geringen Wassertiefen, weil sie Licht braucht, um sich zu vermehren. Wenn diese Alge noch lebt und grün ist, ist sie nicht giftig. Toxische Gefahr besteht erst dann, wenn die Algenberge liegen bleiben und anfangen zu „verwesen“. Erst dann entsteht das auch für den Menschen giftige „sulfure d’hydrogène“.

Betroffene Gemeinden geben dann Warnhinweise aus über die wir hier vor Ort informiert sind. Hinzufügen sollte man, dass das Grün-Algenproblem nicht erst seit gestern existiert. Ökologen, Umweltschützer, die Grünen hier in der Bretagne machen seit vielen Jahren aufmerksam auf dieses Problem. Doch wie immer muss erst Schlimmes passieren, bis die Politik reagiert. Dass es nun über Frankreichs Grenzen hinaus in der Presse zum Thema gemacht wird, zwingt nun hoffentlich endlich zum Handeln.

Wir verfolgen hier aufmerksam vor Ort die Entwicklung, sind ökologisch orientiert und setzen uns für Veränderungen ein.“

Auch unsere Partner-Agentur Mariette Adolfs aus Saint-Jean teilt mir folgendes mit:

„Hier im Pays Bigouden und Finistère Sud haben wir keine Probleme, es besteht m.E. keine Gefahr. Es gibt keine oder sehr wenig Zuchtbetriebe [mit Düngemitteleinsatz] hier.“

Eindrücke aus Cotes d’Armor

Aus Cotes d’Armor teilt mir unsere Partner-Agentur Claudia Fischer folgendes mit (Frau Fischer betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Cotes d’Armor):

„…diese – seit Jahren bestehende – Algenpest tritt fast ausschliesslich in und um Plestin-les-Grèves und St. Michel-les-Grèves auf. Sie entsteht durch zuviel Stickstoff aus den Schweine-Intensivzuchten und deren Abwässern. Für die anderen Gebiete besteht m.E. keine Gefahr.“

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Bretagne Urlaub geplant? Informationen, Meinungen & Meer… [Teil 1]

Einführung

Ist die Bretagne als Urlaubsziel in die engere Auswahl gefallen oder steht ein Urlaub in der Bretagne schon so gut wie fest? Gerade wenn man diese Region in Frankreich noch nie bereist hat, sollte man sich vorher informieren! In diesem Blog-Artikel versuche ich, wesentliche Quellen mit attraktiven und weiterführenden Informationen zusammen zu stellen.

Warum schreibe gerade ich diese Zusammenstellung? Als Mitglied des Location Bretagne Teams bin ich derjenige, der vermutlich das distanzierteste Verhältnis zu dieser Region hat. Keine Frage, ich habe die Bretagne unzählige Male bereist und ich mag diese Region. Privat mag ich aber auch andere Regionen in Frankreich (bspw. Provence oder Cote Azur) und auch völlig andere Länder als Urlaubsziel. So hat mir mein letzter Urlaub in Deutschland im Ostseebad Binz auf Rügen aber auch bspw. mein Urlaub in Spanien auf den Balearen (Ibiza) und auf dem südlichen spanischen Festland (bei Malaga) sehr gut gefallen. Es gibt viele Seiten im Netz über die Bretagne, die sogar von einer „Liebe“ zur Bretagne sprechen oder von einer einzigartigen (teils „intimen“ Verbindung) zu dieser Region. Ist ja auch klar, denn gerade diese „Bretagne-Fans“ spüren die intrinsische Motivation, sich die Mühe zu machen und eine eigene Bretagne Informationsseite ins Netz zu stellen. Eine weitere Gruppe  „Bretagne-Informationsbereitsteller“ sind Reiseanbieter, Fremdenverkehrsbüros und Ferienhausvermittlungen, bei denen sicherlich auch ein kommerzielles Interesse zur Informationsveröffentlichung beiträgt. Als dritte große Gruppe sind noch Bretagne-Auswanderer zu nennen, die sich möglicherweise im „Heimatland Deutschland“ noch einmal mit Informationen aus „erster Hand“ zurückmelden möchten.

Allen drei Gemeinsam ist: Die Informationen können nicht wirklich objektiv sein, denn 1.) Liebe macht bekanntlich blind, 2.) kommerzielle Anbieter werden sicherlich die Region für den Urlaubswilligen so attraktiv wie möglich erscheinen lassen und 3.) Auswanderer würden ja ihre eigene tiefgreifende Lebensentscheidung in Frage stellen, wenn die neue Heimat nicht in den höchsten Tönen gelobt würde.

Bretagne aus Sicht eines Reisenden

Denn die Bretagne ist groß (laut dem Wikipedia-Artikel über die Bretagne hat sie eine Fläche von etwa 27.208 km²). Aus Sicht eines deutschen Urlaubers ist das nur etwas weniger Fläche als Brandenburg bzw. knapp ca. drei Viertel der Fläche von Nordrhein-Westfalen). Für einen Österreicher sind das ca. 1/3 und für einen Schweizer etwa 2/3 der Fläche des Heimatstaates.

Ich bin mit dem Auto innerhalb von zwei Tagen durch die Bretage gequert (vom äußersten Süden der Morbihan, genauer eigentlich schon im Norden von Loire-Atlantique bei La Baule) entlang der Atlantikküste bis zum Norden der Côtes d’Armor, bei St. Brieuc). Und ich muss sagen, landschaftlich *und* architektonisch liegen zwischen diesen beiden Extremen Welten, ähnlich als wenn man in Deutschland vom norddeutschen Emsland ins Schwabenland fährt. Während der Süden der Bretagne architektonisch deutlich „mediterran-französischer“ erscheint, wirkt die Finistére plötzlich und fast schon abrupt „irisch-keltisch“ und die Côtes d Armor weitläufig und unberührt-nordisch (aber nicht skandinavisch-schwedisch, sondern eher wie eine nördliche Schwarzwaldregion).

Auch klimatisch und an den Stränden drücken sich diese Unterschiede aus: Die Luft und das Klima in der Morbihan wirkt deutlich lieblich-milder, während sie in der Finistere rauh-keltischer und in der Côtes d Armor irgendwie dazwischen erscheinen.

Dieser Eindruck setzt sich auch beim Erscheinungsbild der Ortschaften (insbesondere der touristikaffinen Seebäder) fort. Die Stand- und Küstenpromenade von La Baule (Loire-Atlantique) hat mich eindeutig an die (mondäne) Promenade von Nizza an der Côte Azur erinnert. Die Badeorte angefangen in der Region um Sarzeau bis Concarneau bzw. Loctudy erschienen zwar französisch, meist noch leicht mediterran und mondän, konnten aber vom Erscheinungsbild eine gewisse Verwandschaft zu schönen Seebädern an unserer Ost- und Nordsee in meiner Sicht nicht vollständige ablegen (wobei die Tendenz eher zu unserer Nordsee zeigte, je weiter man sich dem nördlicheren Concarneau nähert). Ab Penmarc’h gibt es dann einen wahrgenommen Bruch hin zum keltischen Erscheinungsbild, das jeglichem Vergleich mit deutschen Seebädern entbehrt.

Auffallend ist hier auch, das ab diesem Punkt die Orte wahrgenommen weniger kommerzielle Touristikangebote bieten (Bars, Cafés, Bootsverleih etc.) bzw. diese Angebote auf den Besucher deutlich dezenter wirken. Dieser Eindruck setzt sich angefangen von Penmarc’h bis nach Brest fort.

Ab Brest erscheint die Besiedelung dann deutlich weitläufiger und gröber gestrickt.

Weiterführende Informationsquellen zur Bretagne

Im Folgenden habe ich einige Seiten zusammengestellt, die aus meiner Sicht einen guten Einstieg in das Thema „Bretagne“ bieten. Bei dieser Zusammenstellung habe ich mich bewusst deutschsprachige Quellen beschränkt.

Allgemeine Informationsseiten

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Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

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