Lorient/Morbihan: Veranstaltungstipp für Segelsport-Freunde

Die besten Sportsegler der Welt können Bretagne-Urlauber im Hafen von Lorient hautnah erleben. Ab dem 17. Juni 2012 feiern die sechs Teams der Volvo Ocean Race hier ein großes Hafenfest, bevor sie am 1. Juli zu ihrer letzten Etappe aufbrechen. Die insgesamt achtmonatige Regatta startete im November und führte die Segler bereits über 40.000 Kilometer durch alle Weltmeere. Sie zählt zu den gefährlichsten Herausforderungen im Segelsport.
Im bretonischen Lorient zeigen die elfköpfigen Mannschaften, wie sie während ihrer Tour rund um die Welt an Bord der 18 Meter langen aber engen Yachten leben. In Rennsimulatoren können Besucher außerdem ein Gefühl für die Geschwindigkeiten auf hoher See bekommen. Bei einem spannenden Hafenrennen mit vielen Showeffekten und schnellen Manövern stellen die Spitzenteams am 28. Juni eindrucksvoll ihr Können unter Beweis. Ein besonderes Highlight ist auch der Start zur letzten Etappe am 1. Juli.
Lorient (bretonisch: An Oriant) liegt im Département Morbihan. Diese Region bietet wunderschöne Sandstrände, herrliche Küstenlandschaften und eine Vielzahl an prähistorischen Monumenten zu bewundern. Entdecken Sie unsere Angebote im schönen Süden der Bretagne unter: http://www.location-bretagne.de

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Regionen der Bretagne: Der Golf von Morbihan

„Mor Bihan“, das bedeutet übersetzt „kleines Meer“, dieses Gebiet der südlichen Bretagne kann man als besonders reizvolles, und von der übrigen Bretagne, schon aufgrund seines besonders mediterranen Klimas sehr unterschiedlichen Teil ansehen.

Nach der bretonischen Legende überschwemmten die Tränen von unglücklichen Feen das Festland, als vor den Menschen ihr Zauberland verlassen mussten. Ihre Haarkränze verwandelten sich in die 365 Inseln, die anscheinend im Tränenmeer schwimmen.

Die Morbihan bieten einige der schönsten Strände in der Bretagne

Dieses Binnenmeer, wie der Name schon sagt „kleines Meer“, ist mit dem Atlantik nur durch einen schmalen Engpass verbunden, der zwischen der „Pointe de Kerpenhir“ auf der Halbinsel von Locmariaquer im Westen, und der „Pointe de Bilgroix“ auf de Halbinsel de Rhuys im osten liegt. Das Binnenmeer ist etwa 20 km breit, und es dringt etwa 15 km in Landesinnere vor.

Die gesamte Küste des Morbihan ist den Gezeiten des Atlantiks stark unterworfen, die Ebbe und auch die Flut bewegen sich mit einer Geschwindikeit von etwa 10 km/h. hierdurch verändern sich die tiefen Mündungen, Ausbuchtungen und Landspitzen sowie auch die vielen kleinen Inseln im Meer im ständigen Gezeitenwechsel.

Hier findet man eines der größten Vogelreservate Europas, Myriaden von Flugenten, Stelzvögeln und Möwenarten beleben das Meer und die Strände. Ein Fünftel des Weltbestandes an kurzschnäblern trifft man hier zur Brutsaison.

Der fluß Auray begrenzt den Golf im Osten. Die malerische Stadt Auray liegt an seinen Ufern, sie besteht im Wesentlichen aus zwei Stadtvierteln: St. Goustau mit seinem Petit-Port, mit viele Gässchen und Häusern aus dem 15. Jahrhundert. Der Hauptort befindet sich auf der rechten Seite des lochs mit vielen alten Kirchen und einem herrlichen Promenadenweg über dem Fluß in einer Anhöhe entlang. Hier finden auch Ende Juli die bedeutendsten Prozessionen im 6 km entfernten Nachbarort St-Anne d’Auray statt. Zehntausende von Pilgern und Touristen zieht es dann extra in diesen Ausflugsmagnet mit der historischen Umgebung mit unzähligen kleinen Restaurants und Cafés.

Die Halbinsel von Rhuys, die als langgestreckte Halbinsel aus Schiefergestein, die den Golf von Morbihan gegen den Atlantik abschirmt verhilft aufgrund des milden Klimas und der mediterranen Vegetation mit Palmen, Bananen und Kakteen nicht zu Unrecht zum Ruf der äußerst angenehmen Sommerfrische mit langezogen, flach ins Meer gehende Sandbuchten und schattigen flachen Kiefernwäldchen. Von Port Navalo, an der äußersten Westspitze der rhuys-halbinsel, über port de crouesty und Kerjouanno, Arzon, Penvins, Damgan und Gildas de Rhuys reihen sich die weitläufigen Strände und kleinen Badebuchten, die auch heute noch Platz und Luft und Sonne touristische Freuden versprechen.

Last, but not least sei die Hauptstadt des Departements Morbihan, Vannes, erwähnt mit seiner historischen Altstadt und dem quirligen Hafen und den luxeriösen Jachten. Hier spürt man die Anziehungskräfte des Atlantiks und die Ruhe weitläufiger Landschaften.

Gepflegte und qualitätsgeprüfte Ferienhäuser im Morbihan finden Sie übrigens im Ferienhaus Katalog von Location Bretagne. Dort können Sie sich Unterkünfte für Ihren Urlaub bequem online aussuchen und buchen.

Algenpest in der Bretagne? Vor-Ort Eindrücke von Algen und Stränden aus erster Hand…

Algen in der Bretagne – ein Problem?

Seit einigen Tagen liest, sieht und hört man in den Medien wieder mehr aus der Bretagne. Leider sind es diesmal nicht besonders schöne Nachrichten, die Zeitungen, Radio- und TV-Sender uns nach Deutschland schicken: In der Bretagne gibt es Algen! Nun, mag sich der interessierte Leser denken, Algen sind an sich nichts besonders, vor allem nicht an Küstenregionen und Stränden. Denn Algen  gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde und bilden als Pflanze die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten.

In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.
In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.

Und: Algen sind gesund – sie werden nicht nur als Delikatesse in Sushi verarbeitet sondern auch in Tablettenform als wahre Gesundmacher von Fitness-  und Wellness-Begeisterten geschätzt. Manche Wissenschaftler schätzen Algen als wichtigsten Rohstoff- und Energielieferanten der Zukunft ein und lassen diesen Pflanzen daher eine wichtige Rolle als Retter der Menschheit aus der Energie-, Rohstoff und Klimakrise zukommen. Algen sind also Pflanzen, die eine wichtige Rolle für uns Menschen einnehmen. Daher hat die Bretagne schon lange eine ganz besondere Beziehung zu diesen Meerespflanzen: In der  Algenforschung ist die Bretagne weltweit führend und das Unternehmen Thalado in Roscoff stellt aus Algen kosmetische Produkte (bspw. Gesichtspflege, Badezusätze, Entspannungsprodukte) her.

Algen sind gesund und machen schön – warum nun die Aufregung?

Wenn man die aktuelle Berichterstattung über die Bretagne liest, könnte man meinen, Algen sind gefährlich und stellen eine Bedrohung für den Menschen dar. Focus-Online schreibt bspw. von „Giftigen Algen am Atlantikstrand“ oder von „Wissenschaftlern, die vor Todes-Algen in der Bretagne“ warnen. Auch in anderen Presse-Publikationen wird ein ähnlich reißerischer Tonfall gewählt, so schreibt bspw. die angesehene Süddeutsche Zeitung schlicht vom „Grünen Tod„.

Auch wenn ich die aufklärerische Funktion der Massenmedien schätze, muss ich hier doch deutliche Kritik an der journalistischen Seriösität dieser Zeitungen üben. Denn: Algen selbst sind weder giftig noch tödlich. Ein Problem ergibt sich aus einem Fäulnisprozess, bei dem offensichtlich Schwefelwasserstoff ensteht, ein Gas, dass für Mensch und Tier ab gewissen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein kann. Problematisch wird dies für den Besucher vor allem bei Ebbe, Windstille (die Fäulnisgase werden nicht weggeweht) und an Stellen mit *sehr* vielen Algen.

Welche Vor-Ort Eindrücke können wir beobachten?

Bei allen Bildern aus der Presse, die leicht den Eindruck erwecken können, die gesamte Bretagne sein ein einziger Algenteppich, sollte nicht vergessen werden, dass die Bretagne ein riesiges Flächenland ist (vergleichbar bspw. mit der Fläche des deutschen Bundeslandes Brandenburg). Auch die Küstenlinie erstreckt sich über 2730 km, das sind ca. 3,5mal soviele Kilometer wie die Entfernung zwischen Hamburg und München. Es ist also völlig unangemessen, von einem Problem auszugehen, dass die gesamte Bretagne betrifft.

Daher habe ich mich entschlossen, Ihnen hier Eindrücke zu schildern, die wir vor Ort gewonnen haben. Die „Vor-Ort-Eindrücke“ werde ich regelmäßig erweitern und aktualisieren. Hier erweist es sich als vorteilhaft, dass Location Bretagne in den verschiedenen Gebieten der Bretagne auf ein umfangreiches Netzwerk von Partner-Agenturen zurückgreifen kann, die selbst in der Bretagne wohnen und sich daher ein ungefiltertes Bild der Situation machen können.

Eindrücke aus dem Morbihan

Aus dem Morbihan (speziell Golfe du Morbihan und Prêsqu’ile de Quiberon) teilt mir unsere Partner-Agentur Hubert Britz aus Arzon folgendes mit (Herr Britz betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Wie jeder lebende Organismus benötigen auch die Algen, wenn sie sich ausbreiten sollen, ein entsprechendes Umfeld. Wie es aussieht, sind flache Wattgebiete insbesondere in den Mündungsbereichen von Flüssen für die Grünalgen vorteilhaft. Es gibt genügend Licht und der Eintrag von aus der Landwirtschaft stammenden Nitraten ist besonders hoch.

An der Atlantikküste der Halbinsel Rhuys fehlen diese Voraussetzungen fast vollständig. Die Klippen fallen sehr steil bis auf grosse Tiefen ab, die Sandstrände bieten nicht ausreichend Nährstoffe für die Grünalgen. Es gibt an der Ozeanküste der Halbinsel keine Buchten in denen das Wasser so ruhig steht, dass sich Sedimente absetzen könnten, die den Grünalgen ein vorteilhaftes Umfeld für ein Massenwachstum bieten könnten.

Auf der Golfseite gibt es am östlichen Golfende einige ausgedehnte Wattgebiete, die entsprechend ruhig sind. Bis jetzt gibt es dort (und gab schon immer) einige wenige, begrenzte Flächen auf denen Grünalgen vorkommen. Für ein masenhaftes Auftreten fehlt allerdings ein ausreichender Eintrag an nitrathaltigem Süsswasser. Zudem sind diese Gebiete zu Fuss nicht zu erreichen und schon von Natur aus nicht als Badegebiete geeignet.

Die hier an den Stränden vorkommenden Algen zählen zu den Braun- oder Rotalgen, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern, im Gegenteil, zu medizinischen Zwecken und sogar in der Diätküche genutzt werden.

Fazit: Nach dem heutigen Wissensstand gibt es hier kein Algenproblem, dass Badefreuden verhindern oder gar die Gesundheit der Badenden gefährden könnte. Die Strände sind von fröhlichen Menschen bevölkert, die die Freuden, die Meer, Sonne und Strand bieten, in vollen Zügen geniessen.“

Aus dem Morbihan teilt mir unsere Partner-Agentur Laurence Berlin aus Crac’h folgendes mit (Frau Berlin betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Hier soweit diesen ganzen Sommer nichts dergleichen zu vermerken. Soweit bekannt, sind die Côtes d’Armor (Dpt 22), zwischen Dinaard uns St-Brieuc, aber letztes Jahr betroffen gewesen!
Es ist dort auch eher wahrscheinlich, weil am Ärmekanal gelegen, das flacher ist, als bei uns hier unten.
Wir liegen hier direkt am offenen Atlantik, das ist eine ganz andere Geschichte als im Ärmelkanal oder an der Ostsee zum Beispiel.

Also: Entwarnung, keinen Grund zur Sorge an der Morbihan-Küste.“

Eindrücke aus dem Finistére

Aus dem Finistére teilt mir unsere Partner-Agentur Marion Sunderbrink aus Plogoff folgendes mit (Frau Sunderbrink betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Finistére):

„Auch für die „Baie d’Audierne“, das „Cap Sizun“ und die „Prèsqu’île de Crozon“ besteht keine Gefahr.

Diese bestimmte Grünalge entwickelt sich vor allem in Bereichen mit geringen Wassertiefen, weil sie Licht braucht, um sich zu vermehren. Wenn diese Alge noch lebt und grün ist, ist sie nicht giftig. Toxische Gefahr besteht erst dann, wenn die Algenberge liegen bleiben und anfangen zu „verwesen“. Erst dann entsteht das auch für den Menschen giftige „sulfure d’hydrogène“.

Betroffene Gemeinden geben dann Warnhinweise aus über die wir hier vor Ort informiert sind. Hinzufügen sollte man, dass das Grün-Algenproblem nicht erst seit gestern existiert. Ökologen, Umweltschützer, die Grünen hier in der Bretagne machen seit vielen Jahren aufmerksam auf dieses Problem. Doch wie immer muss erst Schlimmes passieren, bis die Politik reagiert. Dass es nun über Frankreichs Grenzen hinaus in der Presse zum Thema gemacht wird, zwingt nun hoffentlich endlich zum Handeln.

Wir verfolgen hier aufmerksam vor Ort die Entwicklung, sind ökologisch orientiert und setzen uns für Veränderungen ein.“

Auch unsere Partner-Agentur Mariette Adolfs aus Saint-Jean teilt mir folgendes mit:

„Hier im Pays Bigouden und Finistère Sud haben wir keine Probleme, es besteht m.E. keine Gefahr. Es gibt keine oder sehr wenig Zuchtbetriebe [mit Düngemitteleinsatz] hier.“

Eindrücke aus Cotes d’Armor

Aus Cotes d’Armor teilt mir unsere Partner-Agentur Claudia Fischer folgendes mit (Frau Fischer betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Cotes d’Armor):

„…diese – seit Jahren bestehende – Algenpest tritt fast ausschliesslich in und um Plestin-les-Grèves und St. Michel-les-Grèves auf. Sie entsteht durch zuviel Stickstoff aus den Schweine-Intensivzuchten und deren Abwässern. Für die anderen Gebiete besteht m.E. keine Gefahr.“

Bretagne Urlaub geplant? Informationen, Meinungen & Meer… [Teil 1]

Einführung

Ist die Bretagne als Urlaubsziel in die engere Auswahl gefallen oder steht ein Urlaub in der Bretagne schon so gut wie fest? Gerade wenn man diese Region in Frankreich noch nie bereist hat, sollte man sich vorher informieren! In diesem Blog-Artikel versuche ich, wesentliche Quellen mit attraktiven und weiterführenden Informationen zusammen zu stellen.

Warum schreibe gerade ich diese Zusammenstellung? Als Mitglied des Location Bretagne Teams bin ich derjenige, der vermutlich das distanzierteste Verhältnis zu dieser Region hat. Keine Frage, ich habe die Bretagne unzählige Male bereist und ich mag diese Region. Privat mag ich aber auch andere Regionen in Frankreich (bspw. Provence oder Cote Azur) und auch völlig andere Länder als Urlaubsziel. So hat mir mein letzter Urlaub in Deutschland im Ostseebad Binz auf Rügen aber auch bspw. mein Urlaub in Spanien auf den Balearen (Ibiza) und auf dem südlichen spanischen Festland (bei Malaga) sehr gut gefallen. Es gibt viele Seiten im Netz über die Bretagne, die sogar von einer „Liebe“ zur Bretagne sprechen oder von einer einzigartigen (teils „intimen“ Verbindung) zu dieser Region. Ist ja auch klar, denn gerade diese „Bretagne-Fans“ spüren die intrinsische Motivation, sich die Mühe zu machen und eine eigene Bretagne Informationsseite ins Netz zu stellen. Eine weitere Gruppe  „Bretagne-Informationsbereitsteller“ sind Reiseanbieter, Fremdenverkehrsbüros und Ferienhausvermittlungen, bei denen sicherlich auch ein kommerzielles Interesse zur Informationsveröffentlichung beiträgt. Als dritte große Gruppe sind noch Bretagne-Auswanderer zu nennen, die sich möglicherweise im „Heimatland Deutschland“ noch einmal mit Informationen aus „erster Hand“ zurückmelden möchten.

Allen drei Gemeinsam ist: Die Informationen können nicht wirklich objektiv sein, denn 1.) Liebe macht bekanntlich blind, 2.) kommerzielle Anbieter werden sicherlich die Region für den Urlaubswilligen so attraktiv wie möglich erscheinen lassen und 3.) Auswanderer würden ja ihre eigene tiefgreifende Lebensentscheidung in Frage stellen, wenn die neue Heimat nicht in den höchsten Tönen gelobt würde.

Bretagne aus Sicht eines Reisenden

Denn die Bretagne ist groß (laut dem Wikipedia-Artikel über die Bretagne hat sie eine Fläche von etwa 27.208 km²). Aus Sicht eines deutschen Urlaubers ist das nur etwas weniger Fläche als Brandenburg bzw. knapp ca. drei Viertel der Fläche von Nordrhein-Westfalen). Für einen Österreicher sind das ca. 1/3 und für einen Schweizer etwa 2/3 der Fläche des Heimatstaates.

Ich bin mit dem Auto innerhalb von zwei Tagen durch die Bretage gequert (vom äußersten Süden der Morbihan, genauer eigentlich schon im Norden von Loire-Atlantique bei La Baule) entlang der Atlantikküste bis zum Norden der Côtes d’Armor, bei St. Brieuc). Und ich muss sagen, landschaftlich *und* architektonisch liegen zwischen diesen beiden Extremen Welten, ähnlich als wenn man in Deutschland vom norddeutschen Emsland ins Schwabenland fährt. Während der Süden der Bretagne architektonisch deutlich „mediterran-französischer“ erscheint, wirkt die Finistére plötzlich und fast schon abrupt „irisch-keltisch“ und die Côtes d Armor weitläufig und unberührt-nordisch (aber nicht skandinavisch-schwedisch, sondern eher wie eine nördliche Schwarzwaldregion).

Auch klimatisch und an den Stränden drücken sich diese Unterschiede aus: Die Luft und das Klima in der Morbihan wirkt deutlich lieblich-milder, während sie in der Finistere rauh-keltischer und in der Côtes d Armor irgendwie dazwischen erscheinen.

Dieser Eindruck setzt sich auch beim Erscheinungsbild der Ortschaften (insbesondere der touristikaffinen Seebäder) fort. Die Stand- und Küstenpromenade von La Baule (Loire-Atlantique) hat mich eindeutig an die (mondäne) Promenade von Nizza an der Côte Azur erinnert. Die Badeorte angefangen in der Region um Sarzeau bis Concarneau bzw. Loctudy erschienen zwar französisch, meist noch leicht mediterran und mondän, konnten aber vom Erscheinungsbild eine gewisse Verwandschaft zu schönen Seebädern an unserer Ost- und Nordsee in meiner Sicht nicht vollständige ablegen (wobei die Tendenz eher zu unserer Nordsee zeigte, je weiter man sich dem nördlicheren Concarneau nähert). Ab Penmarc’h gibt es dann einen wahrgenommen Bruch hin zum keltischen Erscheinungsbild, das jeglichem Vergleich mit deutschen Seebädern entbehrt.

Auffallend ist hier auch, das ab diesem Punkt die Orte wahrgenommen weniger kommerzielle Touristikangebote bieten (Bars, Cafés, Bootsverleih etc.) bzw. diese Angebote auf den Besucher deutlich dezenter wirken. Dieser Eindruck setzt sich angefangen von Penmarc’h bis nach Brest fort.

Ab Brest erscheint die Besiedelung dann deutlich weitläufiger und gröber gestrickt.

Weiterführende Informationsquellen zur Bretagne

Im Folgenden habe ich einige Seiten zusammengestellt, die aus meiner Sicht einen guten Einstieg in das Thema „Bretagne“ bieten. Bei dieser Zusammenstellung habe ich mich bewusst deutschsprachige Quellen beschränkt.

Allgemeine Informationsseiten