Kurz-Test: Bluetooth Kopfhörer Altec Lansing BackBeat 903/906

Altec Lansing BackBeat 903

Vor einigen Monaten kam bei mir zum ersten Mal der Wunsch auf, mit meinem iPhone 3GS endlich Musik und Podcasts auf Kopfhörern ohne lästige Kabel zu hören (genau genommen kam der Wunsch schon auf meinem „alten“ iPhone 3G mit Erscheinen der Firmware 3.0 und der Verfügbarkeit von A2DP) auf. Insbesondere beim Sport erhoffte ich mir besseren Musikgenuss ohne lästige Kabel, den nur ein drahtloser Bluetooth Kopfhörer bieten kann. Die Marktauswahl solcher Geräte ist zur Zeit sehr überschaubar. Da gibt es vor allem das „spektakuläre“ SonyEricsson Bluetooth Headset HBH-DS970. Obwohl es vermutlich das zur Zeit unauffälligste und kompakteste Gerät ist, hatte ich Angst, dass die Trageeigenschaften sich nicht so gut für sportliche Aktivitäten eignen. Da keine Bügel vorhanden sind, besteht m.E. die Gefahr, dass die Kopfhörer ungewollt „herausrutschen“.

Ein weitere Alternative scheint das Motorola Motorokr S9-HD zu sein. Es hat durch die Bügelkonstruktion alle Eigenschaften, die es für Sport tauglich machen. Ich entschied mich jedoch für das Altec Lansing BackBeat 903. Einen rationalen Grund kann ich dafür nicht nennen, ich glaube das die Werbeaussage, die Mikrofontechnologie komme von Plantronics in mir die Hoffnung geweckt hat, dass die Sprachqualität besser als beim Motorola Gerät sei.

Nun hier eine kurze Zusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen:

Die Kopfhörer tun genau das, was ich von Ihnen erwartet habe. Ich kann drahtlos beim Sport Musik hören und auch Gespräche annehmen. Die Kopfhörer haben zwei große Tasten (Anrufannahme und Play-/Pause), einen Lautstärke/Vorspul-Schieberegler und einen Pairing Button. Für manche Funktionen (bspw. Mega-Bass, Reset etc.) sind die Tasten mehrfach belegt, so dass man die optimale Bedienung erst Lernen muss. Etwas negativ finde ich auch die Vor-/Rückspulwippe, da diese doppelt belegt und identisch mit der Laut-/Leiser-Wippe ist. Wenn man „einfach“ wippt wird es je nach Richtung entweder lauter oder leiser. Drückt man Wippen zusätzlich vertikal so (sollte) man Vor-/Zurückspulen können. Das „sollte“ deshalb, weil das iPhone diese Funktion zur Zeit nicht unterstützt (was aber m.E. am iPhone und nicht an den Kopfhörern liegt). Zumindest ist diese Doppelbelegung sehr „fipselig“ in der Bedienung.

Zu beachten ist, dass im Gegensatz zu einem „einohrigen“ Headset beide Ohren bedeckt sind. Die Klangqualität ist für mich mangels Vergleich schwierig zu beurteilen – ich würde sagen, sie ist gut (zumindest reicht sie mehr als aus). Allerdings leidet die Klangqualität manchmal unter folgenden Einschränkungen: Auch wenn die Kopfhörer als Ganzes dank der Bügelkonstruktion „bombenfest“ am Kopf sitzen neigen die Ohrstöpsel selbst dazu, manchmal etwas aus dem Ohr herauszurutschen (zumindest bei mir – die Ohrstöpsel sitzen dann nicht mehr so gut und Klang/Lautstärke leiden darunter). Ich habe auch keine Möglichkeit gefunden, bei mir den Sitz dauerhaft zu verbessern. Eine weitere Einschränkung ist, dass manchmal die Bluetooth-Übertragung für wenige Sekundenbruchteile aussetzt (nur bei A2DP). Woran das liegt, konnte ich nicht genau herausfinden. Ich vermute stark, dass es an „Störstrahlung“ aus der Umgebung liegt (bspw. wenn zu viele Bluetooth-Geräte in der Nähe sind).

Im Prinzip würde ich die Kopfhörer weiter empfehlen und auch selbst wieder kaufen, wenn nicht die folgenden zwei Unannehmlichkeiten passiert wären:

1.) Nach ca. 3 Wochen Benutzung ist die Halterung eines Ohrstöpsels herausgebrochen. Zum Glück hat Amazon problemlos getauscht.

2.) Jetzt ist mir aufgefallen, dass die Kopfhörer aufgrund ihrer Konstruktion extrem wasserempfindlich sind: Als ich diese einmal bei Regen genutzt habe, funktionierten sie nach kurzer Zeit nicht mehr (keine Reaktion mehr auf Ein-/Ausschalten bzw. Pairing). Erst nach einigen Tagen Trocknungszeit haben sie wieder angefangen zu funktionieren. Seit gestern funktionieren sie ebenfalls nicht mehr, Grund ist diesmal kein Regen sondern mein eigener Schweiß vom Sport. Mal seh’n wieviele Tage ist sie diesmal trocknen lassen muss, bis wieder alles geht.

Ich werde mir wohl nun zusätzlich ein Paar von den Motorola Motorokr S9-HD kaufen. Diese sollen laut Werbung besser gegen Feuchtigkeit/Schweiss geschützt sein. Wenn diese eingetroffen sind, werde ich einen Vergleich von Klang-/Telefoniequalität machen und diesen hier posten.

Eine sehr interessante (englischsprachige) Seite über verschiedene Bluetooth-Kopfhörer gibt es übrigens hier.

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Augenzeuge-Bericht: Algen in Tregunc / Trevignon, Bretagne

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich Vor-Ort-Eindrücke und Augenzeugen-Berichte der Algen-Situation in der Bretagne. Ich halte diese Informationen für sehr wichtig, da in den Massen-Medien der Eindruck erweckt wird, die gesamte bretonische Küstenlinie sei von einer riesigen Algenplage bedroht (Stichwörter: Algenpest, Killeralgen, Todesalgen usw.). Unsere bisherigen Berichte zeigten: Das Gegenteil ist der Fall, die bretonische Küstenlinie ist mit über 2700 km so lang, dass unmöglich von einem generellen Problem gesprochen werden kann.

Heute veröffentliche ich einen Augenzeugen-Bericht von unserer Partner-Agentur Thomas Zinecker, der viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Bretagne aus unserem Katalog betreut. die Situation in und um Tregunc bzw. Trevignon (Finistere):

Zusammenfassung: Von Algen bzw. einer unangenehmen Ansammlung von Algen ist nichts zu sehen.

Strände in der Umgebung der Stadt Tregunc

Blick auf einen Strand in Tregunc, Bretagne im Juli 2009. Keine Algen erkennbar.
Blick auf einen Strand in Treguc im Juli 2009. Keine Algen Probleme erkennbar.

Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes. Keine Algenprobleme erkennbar.
Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes
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Algenpest in der Bretagne? Vor-Ort Eindrücke von Algen und Stränden aus erster Hand…

Algen in der Bretagne – ein Problem?

Seit einigen Tagen liest, sieht und hört man in den Medien wieder mehr aus der Bretagne. Leider sind es diesmal nicht besonders schöne Nachrichten, die Zeitungen, Radio- und TV-Sender uns nach Deutschland schicken: In der Bretagne gibt es Algen! Nun, mag sich der interessierte Leser denken, Algen sind an sich nichts besonders, vor allem nicht an Küstenregionen und Stränden. Denn Algen  gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde und bilden als Pflanze die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten.

In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.
In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.

Und: Algen sind gesund – sie werden nicht nur als Delikatesse in Sushi verarbeitet sondern auch in Tablettenform als wahre Gesundmacher von Fitness-  und Wellness-Begeisterten geschätzt. Manche Wissenschaftler schätzen Algen als wichtigsten Rohstoff- und Energielieferanten der Zukunft ein und lassen diesen Pflanzen daher eine wichtige Rolle als Retter der Menschheit aus der Energie-, Rohstoff und Klimakrise zukommen. Algen sind also Pflanzen, die eine wichtige Rolle für uns Menschen einnehmen. Daher hat die Bretagne schon lange eine ganz besondere Beziehung zu diesen Meerespflanzen: In der  Algenforschung ist die Bretagne weltweit führend und das Unternehmen Thalado in Roscoff stellt aus Algen kosmetische Produkte (bspw. Gesichtspflege, Badezusätze, Entspannungsprodukte) her.

Algen sind gesund und machen schön – warum nun die Aufregung?

Wenn man die aktuelle Berichterstattung über die Bretagne liest, könnte man meinen, Algen sind gefährlich und stellen eine Bedrohung für den Menschen dar. Focus-Online schreibt bspw. von „Giftigen Algen am Atlantikstrand“ oder von „Wissenschaftlern, die vor Todes-Algen in der Bretagne“ warnen. Auch in anderen Presse-Publikationen wird ein ähnlich reißerischer Tonfall gewählt, so schreibt bspw. die angesehene Süddeutsche Zeitung schlicht vom „Grünen Tod„.

Auch wenn ich die aufklärerische Funktion der Massenmedien schätze, muss ich hier doch deutliche Kritik an der journalistischen Seriösität dieser Zeitungen üben. Denn: Algen selbst sind weder giftig noch tödlich. Ein Problem ergibt sich aus einem Fäulnisprozess, bei dem offensichtlich Schwefelwasserstoff ensteht, ein Gas, dass für Mensch und Tier ab gewissen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein kann. Problematisch wird dies für den Besucher vor allem bei Ebbe, Windstille (die Fäulnisgase werden nicht weggeweht) und an Stellen mit *sehr* vielen Algen.

Welche Vor-Ort Eindrücke können wir beobachten?

Bei allen Bildern aus der Presse, die leicht den Eindruck erwecken können, die gesamte Bretagne sein ein einziger Algenteppich, sollte nicht vergessen werden, dass die Bretagne ein riesiges Flächenland ist (vergleichbar bspw. mit der Fläche des deutschen Bundeslandes Brandenburg). Auch die Küstenlinie erstreckt sich über 2730 km, das sind ca. 3,5mal soviele Kilometer wie die Entfernung zwischen Hamburg und München. Es ist also völlig unangemessen, von einem Problem auszugehen, dass die gesamte Bretagne betrifft.

Daher habe ich mich entschlossen, Ihnen hier Eindrücke zu schildern, die wir vor Ort gewonnen haben. Die „Vor-Ort-Eindrücke“ werde ich regelmäßig erweitern und aktualisieren. Hier erweist es sich als vorteilhaft, dass Location Bretagne in den verschiedenen Gebieten der Bretagne auf ein umfangreiches Netzwerk von Partner-Agenturen zurückgreifen kann, die selbst in der Bretagne wohnen und sich daher ein ungefiltertes Bild der Situation machen können.

Eindrücke aus dem Morbihan

Aus dem Morbihan (speziell Golfe du Morbihan und Prêsqu’ile de Quiberon) teilt mir unsere Partner-Agentur Hubert Britz aus Arzon folgendes mit (Herr Britz betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Wie jeder lebende Organismus benötigen auch die Algen, wenn sie sich ausbreiten sollen, ein entsprechendes Umfeld. Wie es aussieht, sind flache Wattgebiete insbesondere in den Mündungsbereichen von Flüssen für die Grünalgen vorteilhaft. Es gibt genügend Licht und der Eintrag von aus der Landwirtschaft stammenden Nitraten ist besonders hoch.

An der Atlantikküste der Halbinsel Rhuys fehlen diese Voraussetzungen fast vollständig. Die Klippen fallen sehr steil bis auf grosse Tiefen ab, die Sandstrände bieten nicht ausreichend Nährstoffe für die Grünalgen. Es gibt an der Ozeanküste der Halbinsel keine Buchten in denen das Wasser so ruhig steht, dass sich Sedimente absetzen könnten, die den Grünalgen ein vorteilhaftes Umfeld für ein Massenwachstum bieten könnten.

Auf der Golfseite gibt es am östlichen Golfende einige ausgedehnte Wattgebiete, die entsprechend ruhig sind. Bis jetzt gibt es dort (und gab schon immer) einige wenige, begrenzte Flächen auf denen Grünalgen vorkommen. Für ein masenhaftes Auftreten fehlt allerdings ein ausreichender Eintrag an nitrathaltigem Süsswasser. Zudem sind diese Gebiete zu Fuss nicht zu erreichen und schon von Natur aus nicht als Badegebiete geeignet.

Die hier an den Stränden vorkommenden Algen zählen zu den Braun- oder Rotalgen, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern, im Gegenteil, zu medizinischen Zwecken und sogar in der Diätküche genutzt werden.

Fazit: Nach dem heutigen Wissensstand gibt es hier kein Algenproblem, dass Badefreuden verhindern oder gar die Gesundheit der Badenden gefährden könnte. Die Strände sind von fröhlichen Menschen bevölkert, die die Freuden, die Meer, Sonne und Strand bieten, in vollen Zügen geniessen.“

Aus dem Morbihan teilt mir unsere Partner-Agentur Laurence Berlin aus Crac’h folgendes mit (Frau Berlin betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

„Hier soweit diesen ganzen Sommer nichts dergleichen zu vermerken. Soweit bekannt, sind die Côtes d’Armor (Dpt 22), zwischen Dinaard uns St-Brieuc, aber letztes Jahr betroffen gewesen!
Es ist dort auch eher wahrscheinlich, weil am Ärmekanal gelegen, das flacher ist, als bei uns hier unten.
Wir liegen hier direkt am offenen Atlantik, das ist eine ganz andere Geschichte als im Ärmelkanal oder an der Ostsee zum Beispiel.

Also: Entwarnung, keinen Grund zur Sorge an der Morbihan-Küste.“

Eindrücke aus dem Finistére

Aus dem Finistére teilt mir unsere Partner-Agentur Marion Sunderbrink aus Plogoff folgendes mit (Frau Sunderbrink betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Finistére):

„Auch für die „Baie d’Audierne“, das „Cap Sizun“ und die „Prèsqu’île de Crozon“ besteht keine Gefahr.

Diese bestimmte Grünalge entwickelt sich vor allem in Bereichen mit geringen Wassertiefen, weil sie Licht braucht, um sich zu vermehren. Wenn diese Alge noch lebt und grün ist, ist sie nicht giftig. Toxische Gefahr besteht erst dann, wenn die Algenberge liegen bleiben und anfangen zu „verwesen“. Erst dann entsteht das auch für den Menschen giftige „sulfure d’hydrogène“.

Betroffene Gemeinden geben dann Warnhinweise aus über die wir hier vor Ort informiert sind. Hinzufügen sollte man, dass das Grün-Algenproblem nicht erst seit gestern existiert. Ökologen, Umweltschützer, die Grünen hier in der Bretagne machen seit vielen Jahren aufmerksam auf dieses Problem. Doch wie immer muss erst Schlimmes passieren, bis die Politik reagiert. Dass es nun über Frankreichs Grenzen hinaus in der Presse zum Thema gemacht wird, zwingt nun hoffentlich endlich zum Handeln.

Wir verfolgen hier aufmerksam vor Ort die Entwicklung, sind ökologisch orientiert und setzen uns für Veränderungen ein.“

Auch unsere Partner-Agentur Mariette Adolfs aus Saint-Jean teilt mir folgendes mit:

„Hier im Pays Bigouden und Finistère Sud haben wir keine Probleme, es besteht m.E. keine Gefahr. Es gibt keine oder sehr wenig Zuchtbetriebe [mit Düngemitteleinsatz] hier.“

Eindrücke aus Cotes d’Armor

Aus Cotes d’Armor teilt mir unsere Partner-Agentur Claudia Fischer folgendes mit (Frau Fischer betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Cotes d’Armor):

„…diese – seit Jahren bestehende – Algenpest tritt fast ausschliesslich in und um Plestin-les-Grèves und St. Michel-les-Grèves auf. Sie entsteht durch zuviel Stickstoff aus den Schweine-Intensivzuchten und deren Abwässern. Für die anderen Gebiete besteht m.E. keine Gefahr.“

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Erfahrungsbericht: Test iRobot Scooba 385 (Europäische Version)

Nach den positiven Erfahrungen mit dem iRobot Roomba 580 entschloss ich mich, ebenfalls einen Scooba 385 zu kaufen. Im Gegensatz zum Staubsauger Roomba übernimmt der Scooba die Aufgabe des Feuchtwischens. Hierzu ist im Prinzip ein kleine Waschsauger und ein Wassertank für Frischwasser und Reinigungsflüssigkeit eingebaut.
Ein kurzes Video demonstriert die Funktionsweise:

Grundsätzlich:

  • Im Gegensatz zum Roomba 580 verfügt der Scooba 385 weder über eine Fernbedienung noch über einen Timer zur Zeitsteuerung.
  • Die Virtual Walls / Lighthouses des Roomba sind (sehr zu meinem Bedauern) nicht kompatibel zum Scooba 385. Daher erkennt der Scooba diese auch nicht, umfährt diese nicht sondern schiebt sie „rücksichtslos“ durch die ganze Wohnung.
  • Der Scooba führt sein Programm so lange durch, bis der Tank geleert ist oder der Akku alle ist.
  • Der Akku hält länger als der Reinigungsmitteltank, d.h. der Scooba muss zwischendurch wieder entleert und befüllt werden.
  • Es wird keine komfortable Andockstation mitgeliefert, an die der Scooba wieder zurückkehrt und sich auflädt. Statt dessen kann der Scooba irgendwo im Raum „liegenbleiben“ und muss dann per Hand an ein Ladekabel angeschlossen werden (falls der Akku alle ist) oder wieder befüllt werden (falls der Tank alle ist).
  • Nach jeder Benutzung soll lt. Anleitung gereinigt werden: Reinigungsbürste, Pumpenschlauch und Wasserfilter.
  • Der Scooba bewegt sich deutlich langsamer als der Roomba – auch die Bewegungslogik unterscheidet sich.
Positiv:
  • Das Reinigungsergebnis kann auf den von mir getesteten Flächen (Parkett und Granitboden) als durchaus gut bezeichnet werden.
  • Im Gegensatz zum einem Wisch(mop) wird der Schmutz nicht einfach hin- und hergerieben. Stattdessen arbeitet der Scooba wie ein kompakter Waschsauger und saugt das dreckige Wasser in einen separaten Abwassertank.
  • Teppiche bzw. Läufer werden tatsächlich zuverlässig umfahren.
  • Der Scooba ist deutlich kompakter zu verstauen als ein Eimer mit Wischmop.

Negativ:
  • Im Gegensatz zum Roomba ist der Komfort-Mehrwehrt deutlich geringer, da viel mehr manuelle Eingriffe erforderlich sind (Laden am Kabel, Tank befüllen/leeren, häufige Reinigung, kein automatischer Timer).
  • Ecken können nicht gereinigt werden.
  • Stößt der Scooba auf ungewöhnliche Hindernisse (Kabel, kleinere Stufen oder Unebenheiten) so befreit er sich viel seltener als der Roomba selbst und bricht stattdessen das Programm mit einer Fehlermeldung ab.
  • Es ist unpraktisch, dass der Tank nur ca. halb so lange reicht wie eine Akkuladung.
  • Ich finde es unverständlich, dass der Scooba nicht die Virtual Walls / Lighthouses des Roomba benutzt, obwohl beide vom gleichen Hersteller kommen. Daher fährt der Scooba viel „dümmer“ durch die Wohnung, anstatt sich wieder der Roomba von Raum zu Raum arbeiten.
Fazit:
  • Auch wenn der Scooba durchaus gut funktioniert bietet er meiner Meinung nach einen deutlich geringeren Mehrwert gegenüber dem manuellen Wischen als bspw. der Roomba gegenüber herkömmlichen Staubsaugen. Während der Roomba ein sehr nütliches Haushaltsgerät darstellt benötigt der Scooba m.E. noch etwas Entwicklungsarbeit, um aus dem „Spielzeugstatus“ zu entwachsen.
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