Mobiles Internet Bretagne (Frankreich): Mit dem UMTS-Modem surfen

Die EU-wächst zusammen – außer beim Mobilfunk. Egal, ob man geschäftlich oder privat im Urlaub unterwegs ist, bekommt man immer wieder einen ähnlichen Eindruck. Nicht nur, dass innerhalb Deutschlands ein regelrechter “Tarifdschungel” herrscht. Sobald man sich in ausländische Mobilfunknetze einwählt, wird es schnell richtig teuer. Dieser Preisanstieg im Ausland bezieht sich nicht nur auf die Sprachtelefonie, sondern auch auf die mobile Datennutzung.

Eine Untersuchung von Datentarifen deutscher Mobilfunkprovider im EU-Ausland (Stand Juli 2010) zeigt folgendes Bild:

T-Mobile Vodafone O2 E-Plus/Base
Datenflatrate, Inland (pro Monat) EUR 39,95 EUR 34,95 EUR 21,25 EUR 10,00
Datennutzung Ausland, günstigstes Angebot
(pro 1000 KB)
EUR 3,40 EUR 3,40 EUR 5,00 EUR 0,97
Datennutzung Ausland, teuerstes Angebot
(pro 1000 KB)
EUR 15,80 EUR 19,80 EUR 15,00 EUR 11,70

Diese Preisstruktur erlaubt es nicht, im Urlaub mit einer deutschen Mobilfunkkarte ausgiebig zu “surfen”, denn es wird schnell zur Kostenfalle. Eine preisattraktivere Alternative ist die Nutzung einer lokalen Mobilfunkkarte. Da man im Urlaub in der Regel nur wenige Wochen im selben Land ist, empfiehlt es sich, statt einer vertragsgebundenen SIM-Karte eine vertragsunabhängige Prepaid-Karte zu erwerben.  Das Team von Location Bretagne hat die Möglichkeiten des mobilen Internet im Ferienhausurlaub für Sie getestet und bewertet.

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Fehler-Lösung: Office 2010 Professional Plus kann nicht installiert werden (Code 1603)

Ich habe mehrere Stunden damit verbracht, Office 2010 auf Windows 7 64-Bit zu installieren (Notebook Lenovo W500). Es handelte sich um eine Upgrade-Installation von Office 2007. Leider blieb das Installationsprogramm nach einigen Minuten immer mit der wenig aussagekräftigen Fehlermeldung „Microsoft Office Professional Plus 2010 hat bei der Installation einen Fehler festgestellt“ – das wars.

Nun ja, auch Microsoft scheint den Weg gegangen zu sein, den Benutzer bloss nicht mit zu vielen Details oder Fehlermeldungen zu stören. Aber als geübter Windows Nutzer kennt man ja den Weg zum Ereignisprotokoll, um sich mehr Informationen zu beschaffen: Systemsteuerung -> Verwaltung -> Ereignisanzeige. Im Bereich Windows Protokolle -> Anwendung habe ich dann tatsächlich 4 Einträge zum Thema gefunden:

  1. Eine Windows Installer-Transaktion wird gestartet: {90140000-006E-0407-0000-0000000FF1CE}. Clientprozess-ID: 10832.
  2. Produkt: Microsoft Office Shared MUI (German) 2010 — Die Konfiguration ist fehlgeschlagen.
  3. Das Produkt wurde durch Windows Installer neu konfiguriert. Produktname: Microsoft Office Shared MUI (German) 2010. Produktversion: 14.0.4763.1000. Produktsprache: 1031. Hersteller: Microsoft Corporation. Erfolg- bzw. Fehlerstatus der neuen Konfiguration: 1603.
  4. Eine Windows Installer-Transaktion wird beendet: {90140000-006E-0407-0000-0000000FF1CE}. Clientprozess-ID: 10832.

Leider sind diese Einträge auch nicht viel hilfreicher, als die sehr knappe Meldung der Dialogbox. Eine Suche in verschiedenen Foren hat den Tipp gepracht, das Installationslog vom MSI-Installer zu analysieren. Es war sicherlich sehr interessant zu lesen, was während einer Office-Installation passiert (eine Menge). Aber so richtig schlau bin ich auch nicht daraus geworden. Da die Installationslogdatei mehrere Seiten umfasst, verzichte ich an dieser Stelle darauf, diese zu posten.

Der Fehlercode 1603 (zu sehen in Punkt 3 der Ereignisanzeige) hat mich aber dann auch die richtige Spur gebracht: Im Knowledge-Base Artikel von Microsoft [Fehlermeldung „Fehler 1603: Schwerer Fehler bei der Installation“ wird beim Versuch angezeigt, ein Windows Installer-Paket zu installieren] wird darauf hingewiesen, dass als Ursache folgendes Problem wahrscheinlich ist: Der MSI-Installerdienst kann nicht in das Installationsverzeichnis installieren (bpsw. weil er keine Schreibrechte hat, um Dateien und Verzeichnisse anzulegen). Nun,  als Installationsordner wird (meistens) C:\Programme (x386) bei 64-Bit oder C:\Programme genutzt. Hier lag das Problem nicht, denn dort konnte bei mir definitiv geschrieben werden. Das Problem war vertrackter: Offensichlich braucht der Installerdienst auch Schreibrechte in das temporäre Verzeichnis der installierenden Nutzer (bei mir C:\Users\Philipp\AppData\Local\Temp).

Vor einigen Tagen bin ich jedoch auf die glorreiche Idee gekommen, mein komplettes Benutzerverzeichnis (also alles unterhalb von C:\Users\Philipp) mit EFS zu verschlüsseln (mehr Details zu EFS bzw. Encrypting File System auf NTFS-Basis gibt es bspw. hier). Grund war, dass ich mir eine neue Festplatte (Seagate Momentus XT) gekauft habe. Diese hat im Gegensatz zu meiner vorherigen Festplatte leider keine eingebaute Hardwareverschlüsselung (FDE bzw. BDE). Da zumindest meine Nutzerdaten nicht jedermann zugänglich machen möchte, falls ich das Notebook mal verliere, hielt ich das für eine gute Idee. Obwohl ich schon ein ungutes Gefühl hatte (und auf mögliche Probleme vorbereitet war), bestärkte mich das offizielle Dokument von Microsoft in meinem Vorhaben, da dort explizit gesagt wird, es sei erlaubt, das komplette Benutzererzeichnis (mit Ausnahme der Datei ntuser.dat und des Ordners \AppData\Roaming\Microsoft\Credentials. Problematisch ist nur, dass der Windows Installer offensichlich in einem anderen Benutzerkontext arbeitet, und er daher nicht mehr ins (verschlüsselte) Verzeichnis C:\Users\Philipp\AppData\Local\Temp schreiben kann. Offensichtlich habe ich übersehen, dass diese Erlaubnis im Microsoft-Dokument nur gilt, wenn man kein Administrator ist und keine Software installieren möchte.

Nun ja, die Lösung war also: Alles unterhalb von \AppData\ im  Administrator-Konto wieder zu entschlüsseln. Danach hat die Installation von Office 2010 Professional Plus problemlos funktioniert.

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Favoriten online speichern: Was sind Favoriten?

Seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der Webseiten immer Internet stetig zu, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch die URLs der jeweiligen Internet Seiten in der Regel zu kompliziert und viel zu lang sind, um sie ich merken zu können. Und wer nimmt sich schon die Zeit, die URLs zu notieren und sie später mühsam über die Tastatur wieder einzutippen um eine interessante Seite erneut zu besuchen? Um dem Nutzer dies zu ersparen gibt es sogenannte Favoriten, die von den jeweiligen Browsern zur Verfügung gestellt werden und dem Besucher die Möglichkeit geben, für ihn relevante Seiten abzuspeichern. Ein weiterer Besuch der gespeicherten Webseite ist somit durch einen einzigen Klick möglich, ohne dass die komplette URL nochmal eingegeben werden muss. Je nachdem welchen Browser man verwendet, ändert sich auch die Bezeichnung. So wird beim MS Internet Explorer überwiegend von Favoriten gesprochen, während diese beim Mozilla Firefox Lesezeichen genannt werden. Oft bezeichnet man die abgespeicherten Webseiten auch einfach als Bookmarks.

Wie können Favoriten gespeichert und verwaltet werden?

Auch hierbei kommt es wieder darauf an, welchen Browser man verwendet. In der Regel findet man in der oberen Symbolleiste beim Internet Explorer das Feld „Favoriten“ bzw. beim Mozilla Firefox das Feld „Lesezeichen“. Die jeweilige Webseite lässt sich ganz einfach über „Favoriten hinzufügen“ bzw. „Lesezeichen hinzufügen“ abspeichern und lässt sich jederzeit über das gleiche Feld mit einem einzigen Klick wieder aufrufen. Allerdings gibt es abgesehen von den Bezeichnungen noch weitere Unterschiede zwischen den verschiedenen Browsern. Während die Lesezeichen im Mozilla Firefox einheitlich in einer HTML-Datei verwaltet werden und somit nur einen geringen Anteil des Speicherplatzes belegen, werden die Favoriten beim MS Internet Explorer jeweils in eigenen Dateien im Favoriten-Ordner gespeichert, sodass der Festplattenspeicher beim Anlegen mehrerer Favoriten schnell beansprucht werden kann. Auch die Bedienung ist bei den beiden Browsern unterschiedlich aber leicht zu handhaben. Die Favoriten bzw. Lesezeichen erhalten beim Speichern grundsätzlich den Namen der Webseite, dieser kann jedoch nach Belieben in einen eigenen Namen geändert werden.

Weitere Tipps zum Speichern von Favoriten

Wer viele Favoriten abspeichert verliert leicht den Überblick. Deshalb ist es sinnvoll, diese nach bestimmten Kriterien zu sortieren und sie dann in Unterordner abzulegen. Vor allem wenn man an mehreren PCs arbeitet ist es außerdem ratsam, auf allen Computern die gleichen Favoriten abzuspeichern, dafür ist es jedoch nicht notwendig sich die Mühe zu machen, jede Webseite einzeln zu besuchen un abzuspeichern. Einfacher ist es die Favoriten auf einem Web Server zu verwalten, sodass man sie von jedem PC aus benutzen kann. Eine weitere Möglichkeit ist, die Favoriten mit Hilfe einer Erweiterung zwischen den PCs zu synchronisieren, was jedoch nur mit dem Mozilla Firefox Browser möglich ist. Wer sich einen neuen Computer kauft oder zum Beispiel den Arbeitsplatz wechselt kann natürlich trotzdem in die Situation kommen, dass die Favoriten auf einen anderen Browser oder auf einen ganz anderen PC übertragen werden müssen. In der Regel reicht es auch, wenn die Favoriten Datei einfach kopiert wird, sicherer ist es jedoch die Favoriten über die Import-Export-Schnittstelle der jeweiligen Browser zu übertragen.

(Philipp Maske auf Instagram | auf Pintaram)

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Neues Notebook von Lenovo: W510

Ich selbst arbeite seit etwas mehr als einem Jahr mit einem W500 von Lenovo, das ich gerad auf 8 GB RAM aufgerüstet habe. Jetzt habe ich gerade bei ZD-Net gelesen, dass Lenovo eine neue Notebookserie angekündigt hat: Die neue Serie enthält die Modelle T410(s) und W/T510. Spannend finde ich, dass das W-Modell endlich einen Quad-Core Prozessor erhält. Denn obwohl mein 2,8 GHz Core 2 Duo wirklich nicht langsam ist, hat mein W500 arge Probleme, bspw. wenn man mit Adobe Premiere Elements ein HD-Video bearbeitet. Ich werde mir daher das neue Gerät sehr genau angucken, wenn es denn verfügbar ist. Spannend finde ich auch die Aussage, dass der neue Akku bis zu 22 Stunden halten soll – da bin ich ja wirklich gespannt! Die neue Serie hat wie die jetzige auch switchable graphics, allerding mit Nvidia statt ATI Grafikkarten. Wie ich bei Heise gelesen habe, wird auch USB 3.0 bereitgestellt. Leider konnte ich keine Aussagen dazu finden, ob das W510 endlich auch mit LED Hintegrundbeleuchtung geliefert wird.

Angaben über Preise und Verfügbarkeiten konnte ich im Netz leider nicht finden.

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Neuer Putzroboter mit dem Namen Mint vorgestellt…interessant?

Nachdem ich hier im Blog bereits mehrere Tests zum iRobot Roomba und iRobot Scooba veröffentlich habe, fand ich die folgende Meldung auf Golem.de recht spannend: Mint – der Roboter, der kehrt und putzt. Beim genaueren hinsehen fällt jedoch auf, dass der Hersteller Evolution Robotics keine besonderen Reinigungsfähigkeiten eingebaut hat. Statt Schmutz in einen Auffangbehälter zu saugen (iRobot) oder Schmutz feucht zu wischen und anschließend das Dreckwasser abzusaugen (Scooba) verreibt Mint den Schmutz eher. Denn man kann lediglich ein feuchtes Tuch oder ein Staubtuch einspannen. Mit diesem eingespannten Tuch fährt Mint dann durch die Wohnung. Also wenn ich mir angucke, was in meiner Wohnung (Parkett) bei jedem Putzgang im Roomba hängen bleibt, halte ich das Gerät für uninteressant, da einfach die Mengen an Schmutz nicht abtransportiert werden können…

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Lösung: Word in Office 2007 – Text nicht mehr markierbar mit Lenovo Client Security Solution auf Windows 7

Ich habe mich so gefreut, mein Windows 7 64 Bit Professional läuft super! Bis ich vor kurzem bemerkt habe, dass auf einmal Word 2007 und Outlook 2007 aus Microsoft Office „spinnen“: Auf einmal war es nicht mehr möglich, Texte in beiden Programmem mit der Maus zu markieren. Das normale Schreiben klappte jedoch problemlos… Jetzt habe ich zum Glück auch dafür eine Lösung gefunden: Übeltäter ist diesmal offensichtlich der Passwort Manager von Lenovo Client Security Solution (den ich bspw. im Zusammenhang mit dem Fingerabrducksensor zum komfortablen und sicheren Verwalten von Passwörtern auf Webseiten und in Programmen nutze).

Offensichtlich tritt das Problem nur unter Windows 7 auf. Sobald man mit der Maus Text auswählen und markieren möchte, passiert einfach nichts. Kurz: Es geht nicht! Ich war ratlos, was denn nun die Ursache dafür ist. Jetzt habe ich die Lösung gefunden: Lenovo hat einen Fix für die Client Security Solution veröffentlicht, der dieses Problem unter Windows 7 behebt. Merkwürdigerweise wird mir dieser Fix z.Zt. nicht automatisch zum Download über das System Update Tool angeboten. Daher ist es notwendig, den Fix manuell zu laden und zu installieren.

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Lösung: Acronis True Image 2010 hängt bzw. stürzt ab unter Windows 7

Vor kurzem hatte ich eine nette Diskussion mit Mac OS X Usern beim Grünkohlessen 😉 Inhalt der Diskussion war u. a. die tollen Funktionen der Backup Lösung „Time Machine“ von Apple. Ein wesentliches Feature ist das permanente Backup, d. h. das regelmäßig (bspw. jede Stunde) die Systemänderungen gesichert werden, so dass das System jederzeit wieder zu verschiedenen Zeitpunkten wiederhergestellt werden kann. Diese Funktion ist nur fast mit Windows 7 Boardmitteln möglich. Zwar ermöglicht die Systemwiederherstellung von Windows 7 unter Nutzung des Schattenkopiedienstes auch eine Wiederherstellung zu bestimmten Zeitpunkten, jedoch werden die Schattenkopien (standardmäßig) immer auf der aktiven Partition erstellt. D. h. sollte die Festplatte durch einen Hardwaredefekt zerstört werden, sind i. d. R. auch die Schattenkopien zerstört. Dann bleibt nur noch das letzte Backup auf einer externen Platte bzw. einem externen Speichermedium übrig. Dafür eignet sich natürlich die Backup Funktion „Sichern und Wiederherstellen“ – leider ist die kürzeste Frequenz dabei „täglich“.

Eine gute Alternative dazu ist Acronis True Image 2010 für Windows XP/Vista/7.  Mit diesem Programm lässt sich das System ähnlich wie mit Time Machine kontinuierlich auf eine externe Festplatte sichern (bspw. alle 5 Minuten).

Nach Kauf des Programms währte die Freude allerdings nur kurz: True Image stürzte regelmäßig ab, nachdem ein Backupauftrag gestartet wurde. Dieses „Abstürzen“ drückte sich darin aus, dass das Acronis Programmfenster hellgrau wurde („Keine Rückmeldung“) und dass leider auch das gesamte übrige System nicht mehr reagierte. Der Mauszeiger verwandelte sich in die bekannte Sanduhr (bei Windows 7 sieht dieser wie ein ‚Kringel‘ aus) und nichts ließ sich mehr klicken. Der Mauszeiger selbst bewegte sich jedoch noch; dies ist ein Zeichen, dass das System noch nicht ganz eingefroren ist. Der berühmte „Klammergriff“ (Strg + Alt + Del) funktionierte auch nicht mehr. Daher half es nur noch, das System hart herunterzufahren (Ausschaltkopf).

Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine Lösung: Acronis hat am 04.12.2009 einen Knowledgebase-Artikel für dieses Problem angelegt. Dort wird eine aktualisierte SnapAPI Version zum Download angeboten. Bei mir hat die Installation das Problem endgültig gelöst. Laut Knowledgebase Artikel tritt das Problem nur unter Windows 7 und manchmal unter Windows Vista auf. Angeblich ist nicht Acronis „schuld“, sondern eine Änderung im Volsnap Treiber von Windows.

Generell habe ich mit Acronis sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei Problemen hat der freundliche Support (via Email) schnell und kompetent geholfen.

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Kurz-Test: Wohnung renovieren – Wände sprühen statt streichen – Wagner Wallperfect W665

Es war nach einigen Jahren mal wieder soweit: Die Wohnung muss gestrichen werden! Ich beschäftigte mich mit der Frage, ob es der Maler machen soll oder ich selbst…? Letztes Mal hat es der Maler gemacht und ich war sowohl vom Preis als auch von der Qualität sehr zufrieden. Im Gegensatz zum letzten Mal ist die Wohnung aber diesmal nicht leer und unbewohnt. Da ich nicht so gern jemanden tagelang in meiner Wohnung herumlaufen lassen möchte, war mein Wunsch diesmal ausgeprägter, es selbst zu machen. Da ich mich immer sehr ungeübt mit der Farbrolle zeigte, kam mir die folgende Entdeckung sehr recht: Von Wagner gibt es neuerdings ein Sprühsystem für Wandfarbe: Wallperfect W665. Ungeübt bei der Farbrolle heisst bei mir übrigens, dass ich grundsätzlich zuviel Farbe auf die Rolle aufnehme und das Ergebnis so dazu neigt, fleckig bzw. streifig zu werden. Das Sprühsystem verspricht, dass all diese Probleme der Vergangenheit angehören…. Ich war zunächst etwas skeptisch, da in der Vergangenheit häufiger solche „Innovationen“ im Heimwerkerbereich keinen wirklichen Mehrwehrt geboten haben. Dennoch entschied ich mich, dem Produkt einen Versuch zu geben und kaufte es (relativ günstig) bei eBay.

Um es vorweg zu nehmen: Das Gerät hat mich nicht enttäuscht und ich würde es durchaus weiterempfehlen für alle, die großere Wandflächen (>40 qm)  neu streichen möchten.

Doch nun zum Gerät: Es besteht aus einem „umgekehrten“ Staubsauger, der Luft mit hohem Druck in einen Schlauch bläst. Dabei nimmt das Gerät einen Geräuschpegel an, der etwa mit einem lauteren Naß-/Trockensauger vergleichbar ist. An diesen Schlauch wir eine Spritzpistole mit eingebautem Farbtank montiert. Als Zubehör gibt es übrigens separate „Spritzeinheiten“ zu kaufen, die für andere Zwekcke als Wandfarben geeignet sind (bspw. Lackierarbeiten). Diese habe ich jedoch nicht ausprobiert. Die Spritzpistole lässt sich mit einem pistolenartigen Abzug steuern („am Abzug ziehen = Farbauftrag“). Der Sprühstrahl selbst lässt sich oval oder punktförmig einstellen. Im ovalen Modus kann dieser wiederum horizontal oder vertikal eingestellt werden.

Doch nun zu meinen Erfahrungen:

Positiv ist mir aufgefallen:

  • Der Farbauftrag ist relativ sparsam im Vergleich zum klassischen „Walzen“. Bemerkt habe ich dies daran, dass ich mit gleicher Farbmenge mehr Fläche bemalen konnte. Verstärkt wurde dieser Effekt noch dadurch, dass die Farbe ca. 10%-20% mit Wasser verdünnt wird, bevor diese durch die Wallperfect W665 gesprüht werden kann.
  • Der Farbauftrag ist gleichmäßig – bei mir ist das Ergebnis wie beim Malermeister! Dabei habe ich immer den sogenannten Kreuzgang genutzt, d.h. die Farbe zunächst in senkrechten und dann in waagerechten Bewegungen aufgetragen.
  • Es ging im vergleich zu Farbwalze ca. 1/3 schneller (wichtig: das Abkleben ist beim Sprühen extrem wichtig und nimmt eher mehr Zeit in Anspruch als beim Walzen).
  • Unebenheiten der Wand spielen keine Rolle mehr (beim Walzen haben diese immer zu ungleichmäßigem Farbauftrag geführt).
  • Eine beiliegende DVD erklärt (kurz) die Benutzung des Wallperfect W665.
  • Ein beiliegender Messstab erleicht die korrekte Verdünnung um 10%-20%.
  • Beim Sprühen von Wänden tritt fast kein unerwünschter Sprühnebel auf (Wichtig: Beim Sprühen über Kopf von Decken ist dies etwas anders, hier tritt durchaus Sprühnebel auf – Atemschutzmaske tragen!).

Negativ ist mir aufgefallen:

  • Zum leichteren Einfüllen legt Wagner dem Wallperfect zwei Trichter aus Pappe bei. Diese Papptrichter durchnässen nach einmaliger Benutzung und sind danach unbrauchbar. Hier hätte besser ein Kunstofftrichter beigelegt werden sollen, der sich mehrfach benutzen lässt.

Weder positiv noch negativ ist mir folgendes aufgefallen, das jedoch beachtet werden sollte:

  • Abkleben ist extrem wichtig! Bereiche, die nicht korrekt abgeklebt worden sind, machen hinterher unnötige Arbeit. Hierzu empfehle ich die praktischen Kombi-Abklebeprodukte von Tesa („EasyCover“) – dieses Produkt ist wirklich genial! Das Kombiprodukt gibt es in verschiedenen Größen und die größere Variante eignet sich sehr gut, um Türen zu bedecken (Schutz vor Sprühnebel!).
  • Falls man zwei- oder mehrfarbig streichen will, sollte man etwas Zeit einplanen. Denn falls bspw. die Decke weiss bleiben soll, sollten die Ränder abgeklebt werden, bevor die Wände in einer anderen Farbe gestrichen werden. Dies geht jedoch erst richtig, wenn die Farbe ausreichend getrocknet ist.
  • Bereiche mit vielen Aussparungen und wenig gerade Fläche sollten vielleicht doch lieber gewalzt werden. Sprühen lohnt sich vor allem bei größeren Flächen…

Ich hoffe, ein wenig Entscheidungshilfe gebenen zu haben, ob sich die Anschaffung des Wagner Wallperfect W665 lohnt oder nicht. Unten gibt es noch einmal eine Kostprobe vom Ergebnis ; )

Beispiel für eine Wand, die mit dem Wagner Wallperfect W665 gestrichen wurde.
Diese Wand habe ich mit Wagner Wallperfect w665 gesprüht

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Lösung für Vista: Nach Ruhezustand kommt „Das System wurde nicht ordnungsgemäß heruntergefahren“

Bei meinem Vista 64 funktionierte nach einem Umzug der Partition auf eine neue Festplatte der Ruhezustand (Suspend-to-Disk, Hibernation)  nicht mehr ordnungsgemäß (ich habe eine bestehende Vista-Partition mit Acronis auf eine neue, größere Festplatte kopiert). Das Problem zeigte sich darin, dass Windows Vista zwar ordnungsgemäß vom Betriebszustand in den Ruhezustand wechselt, aber beim „Aufwachen“ bzw. Reaktivieren lediglich die folgende Fehlermeldung erscheint: „Das System wurde nicht ordnungsgemäß heruntergefahren“ bzw. englisch „System was shutdown unexpectedly“. Daraufhin hatte man dann nur die Möglichkeit, völlig neu zu booten oder den abgesichterten Modus auszuwählen. Nach langem Suchen habe ich endlich eine Lösung gefunden:

Offenbar trägt Vista in den Bootmanager eine eindeutige Laufwerks-ID ein, auf der die gesicherten Ruhezustandsdateien pro Bootmanager-Eintrag erwartet werden. Vermutlich durch das Kopieren von einer Festplatte zur nächsten sind diese Eintragungen ungültig geworden. Wichtig: Der Bootmanager funktioniert unter Vista nicht mehr so wie unter Windows XP (es gibt keine Boot.ini als Textdatei mehr!). Statt dessen wird das Kommandozeilenprogramm bcdedit.exe benötigt, welches bei Windows Vista standardmäßig mitinstalliert wird. Die nachfolgende Lösung funktioniert daher nicht mehr unter Windows XP, sondern nur unter Windows Vista (ggf. funktioniert sie auch unter Windows 7, aber dies habe ich noch nicht getestet).

Die Lösung besteht darin, dass man mit dem Tool bcdedit.exe die ID des Laufwerks, auf dem die Ruhezustanddateien vermutet werden, löscht. Offenbahr wird daraufhin automatisch die neue Laufwerks-ID eingetragen (wie der genaue Mechanismus abläuft, kann ich nicht genau sagen, da ich mich nicht so gut mit dem neuen Bootmanager von Vista auskenne. Fakt ist aber, dass es funktioniert hat).

Eine genaue Beschreibung der Vorgehensweise, die bei mir zum Erfolg geführt hat, findet ihr auf folgendem

Microsoft Artikel „Fehlermeldung ‚Das System wurde unerwartet heruntergefahren‘, wenn ein Windows Vista SP1-Computer aus dem Ruhezustand fortgesetzt wird.“

Hinweis: Im Artikel wird zwar ständig von Windows Vista Service Pack 1 gesprochen, ich habe aber Vista Service Pack 2 und die Ausführungen haben problemlos geholfen. Viel Glück!

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Itunes 9: Download ab heute…

Wie ich eben auf dem Nachrichtenticker von der Apple-Keynote am 09.09.09 (tolles Datum ; ) erfahren habe, wird iTunes 9 ab heute von Apple zum Download bereitgestellt.

Ich bin eben auf den offiziellen Downloadlink von Apple gegangen und konnte leider noch nichts finden. Auch ein Aufrufen der manuellen Aktualisierung aus iTunes heraus (Menü Hilfe) hat noch kein Update gebracht.

Hier eine Zusammenfassung der Änderungen, die Apple auf der Keynote vorgestellt hat:

– Itunes integration in Social Networks (Twitter, Facebook),

– KEIN Blue Ray Support : -(

– Schneller, schlanker leichter (na da bin ich ja mal gespannt – zur Zeit ist iTunes leider eines der mit Abstand trägsten Applikation, die ich auf meinem Vista 64 Bit ausführen kann,

– Bessere Kontrolle des iPhones (u.a. Anordnung von Symbolen auf dem iPhone über iTunes,

– iTunes LP mit Lyrics für Musik.

Na, da bin ich dann ja gespannt, wenn ich das ausprobieren darf. Hoffentlich nicht erst im Urlaub sondern noch heute ; )

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