Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bretagne'

Sehenswürdigkeiten Bretagne: Ile de Sein – Insel im ewigen Wind

Sonntag, 7. Februar 2010 17:19

Wer an Bord der Fähre in Audierne ablegt und Richtung Ile de Sein durch den tückischen Raz de Sein fährt, ahnt nichts von den Hunderten von zerschollenen Schiffswracks am Meeresgrund, die den gefährlichen Klippen und Strömungen zum Opfer fielen.

Nach Passieren des gewaltigen Leuchtturms „La Vieille“ auf dem Felsen Gorlebella, an dem die Fähre vermeindlich nur eine Handbreit entfernt vorbeifährt , kommt für die Passagiere eine kleine Insel, wie ein Blättchen auf dem Wasser schwimmend, zu Gesicht. Diese Insel ragt bei Flut nur ca. 1,5 m an seiner flachsten Stelle aus dem Wasser, bei unveränderter Klimaerwärmung wird sie mit seinen etwa 300 festen Einwohnern in ca. 20 Jahren gänzlich verschwunden sein.

Auf der Insel drängt sich das Leben in kleinen Häusern vorwiegend im Osten schutzsuchend zusammen. Durch seine isolierte Lage hat sich in den gewundenen Gassen die vergangene Zeit in den letzten 80 Jahren unverändert gegen den ständigen Wind und das wechselhafte Wetter verborgen gehalten.

Die männlichen Einwohner sind immer schon wagemutige Seefahrer bei der Marine oder als Fischer gewesen, die Frauen sammeln Algen zur Düngung der winzigen Felder. Doch es werden immer weniger, die bereit sind, sich dem Druck der Naturgewalten zu stellen.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges waren es noch ca. 600 Einwohner, wovon sich die männlichen Einwohner auf den Schiffen der Invasionsflotte besonders verdient gemacht haben.

Die meisten Besucher kommen als Tagestouristen, es gibt nur einige sehr begehrte Ferienobjekte, auch diese werden überwiegend in den Sommermonaten genutzt. Im Ferienhaus-Katalog von Location Bretagne finden Sie zwar keine Feriendomizile, die direkt auf der Ile de Sein liegen, aber immerhin Ferienhäuser & Ferienwohnungen, die in Plouhinec oder Audierne liegen und sich daher ideal als Ausgangspunkt für einen Ausflug zur Ile de Sein eignen.

Seit wann die Ile de Sein bewohnt ist, weiß niemand genau, fest steht, dass hier schon vor etwa 3000 Jahren Menschen gelebt haben. Um Christi Geburt diente die Insel als Grabstätte für druidische Priester der Bretagne, deren Leichname von der Baie de Trépassés, der Bucht der Dahingeschiedenen, hierher gebracht wurde. Sicher ist auch, dass hier zur gallischen Zeit Priesterinnen lebten, die die Zukunft vorhersagen konnten.

An den vielen geheimnisvollen Tagen, mit pfeifenden Winden oder still mit wehenden Nebelfetzen und dem Rauschen der Brandung sowie dem Gekreisch der Möwen, begreift auch der Tagestourist, dass sich um diesen Inselfelsen am Ende der damals bekannten Welt viele Geheimnisse und Unerklärliches rankte. Heute noch erzählen die einheimischen Sénans Geschichten vom bag noz, vom Boot der Nacht, das schemenhaft am Horizont auftaucht, um ein Unglück anzukündigen.

Die neue Zeit steht auch auf der Insel nicht still, so gibt es längst elektrisches Licht, Gas zum Heizen und Kochen, trotzdem hat sich das Eiland seine Weite und blaue Helligkeit an schönen Tagen und sternklaren Nächte mit silbrigen Wellenkämmen, seine besondere Stimmung und Mysthik erhalten, die jeden Besucher nachhaltig in seinen Bann zieht.

In der Bretagne gibt über die Ile de Sein hinaus noch weitere interessante und sehenswerte Inseln, die sich ideal für einen Urlaub eignen. Daher gibt es im Katalog von Location Bretagne eine spezielle Rubrik, in der Ferienwohnungen & Ferienhäuser in der Bretagne zusammengefasst sind, die auf einer Insel (oder ganz in der Nähe) liegen.

Thema: Bretagne, Finistere, Regionen | Kommentare (1) | Autor: Horst Maske

Sehenswürdigkeiten Bretagne: Der Pointe du Raz

Freitag, 22. Januar 2010 18:31

Der Pointe Du Raz ist mit Sicherheit eines der Beeindruckendsten Orte in der Bretagne und zugleich eine Sehenswürdigkeit, die sich in Frankreich nicht vor anderen Sehenswürdigkeiten verstecken muss. Eine Felsküste in der Finistere (nahe Plogoff), ein Felskap und zugleich eines der charakteristischsten Kaps der ganzen bretonischen Küstenlandschaft. Der Point Du Raz ist international bekannt und hat sich in den letzten 20 Jahren durchaus verändert. Verändert hat sich selbstverständlich nicht die ca. 72 Meter ins Meer ragende Felszunge. Aber die Umgebung wurde teilweise wieder mit Heidebegrünung bepflanz und auch die “Touristen” besuchen den Pointe du Raz heute “geordneter” als noch früher: Befestigte Parkplätze und die Eintrittspflicht tagsüber sorgen für einen “geordneten” Besuch.

In meinem letzten Aufenthalt in der Bretagne (September 2009) habe ich den Pointe Du Raz und seine Umgebung als Video in Bild und Ton festgehalten. Mal schaun, wie sich dieser Ort in den nächsten 20 Jahren entwickelt. Neben dem Pointe du Raz gibt es in Finstere und in der Bretagne nach jede Menge weiterer, beeindruckender und schöner Sehenswürdigkeiten. In unserem Ferienhauskatalog haben wir eine besondere Rubrik für Bretagne Ferienhäuser nahe Sehenswürdigkeiten und weiteren Kulturplätzen eingerichtet.  Dort finden Sie natürlich Unterkünfte nahe des Pointe Du Raz (Empfehlung: ein Ferienhaus in der Umgebung von Plogoff). Aber auf weitere Ferienhäuser & Ferienwohnungen nahe weiterer Sehenswürdigkeiten & kulturell attraktiven Orten, über die wir in dieser Serie nach und nach berichten werden.

Thema: Bretagne, Finistere, Regionen | Kommentare (0) | Autor: philipp

Urlaub im Bretagne Ferienhaus mit Hund?

Donnerstag, 3. Dezember 2009 2:28

Mit dem Hund in den Urlaub? Die Bretagne und ein Ferienhaus eignen sich ideal

Mit dem Hund in den Urlaub? Die Bretagne und ein Ferienhaus eignen sich ideal

Besonders für Urlauber mit Hund ist die Bretagne sehr gut geeignet. Durch die geringe Bevölkerungsdichte in der Bretagne (diese Region in Frankreich hat etwa eine Fläche von 27.000 Quadratkilometern und beheimatet ca. 3 Millionen Einwohner) sowie die vielen kilometerlangen Sandstrände und Felsküsten hat der “vierbeinige Freund des Menschen” viel Auslauf! Statt sich selbst und den Hund in ein kleines Hotelzimmer “einzupferchen” empfehle ich lieber ein geräumiges Ferienhaus, möglichst noch mit einem großzügigen Garten – damit das “Gassi” gehen auch gern mal auf dem eigenen Grund stattfinden darf. Doch auch bei den Ferienhäusern gibt es unterschiede. Da besonders in der Bretagne die meisten Feriendomizile noch im Familienbesitz sind, hängt es ganz von der Besitzer-Familie ab, ob der “Kleine” auch willkommen ist.

Daher sind sämtliche Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Katalog von Location Bretagne gekennzeichnet, ob Hunde mitgebracht werden dürfen oder nicht. Bei den Unterkünften, in denen Hunde willkommen sind, haben wir eine zusätzliche Kennzeichnung eingeführt, die angibt, wieviele Hunde mitgebracht werden dürfen. Diese Zahl ist bei Buchung durchaus wörtlich zu nehmen: Denn mehr Hunde, als in der Katalogbeschreibung angegeben ist, dürfen nicht mitgenommen werden. Jedoch kann aus dieser “Hundezahl” noch etwas anderes gelesen werden: Je mehr Hunde “zugelassen” sind, desto tier- und hundefreundlicher sind in der Regel die Eigentümer – meist besitzen diese selbst Hunde.

Gerade auch die Häuser, in denen mehrere Tiere mitgebracht werden dürfen, eignen sich auch für größere Hunderassen. Gründe dafür sind bspw. das Mobiliar, die Beschaffenheit des Grundstücks sowie die Gastfreundschaft der Eigentümerfamilie. Mittlerweile haben jedoch eine Menge sehr schöner, gepflegter und wie immer qualitätsgeprüfter Ferienhäuser in unserem Katalog einen Platz gefunden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine separate Themenseite für den Urlaub im Ferienhaus Bretagne mit Hund zusammenzustellen. Auf dieser Seite haben wir Ferienhäuser und Ferienwohnungen zusammengestellt, die aus unserer Sicht besonders gut geeignet sind. Positive Eigenschaften, die zu einer guten Eignung beitragen, sind bspw.:

  • Größe des Grundstücks/Garten,
  • Beschaffenheit der Umgebung,
  • Beschaffenheit des Grundstücks (Umfriedung, etc.),
  • Gastfreundschaft bzw. Tierliebe der Eigentümer,
  • Beschaffenheit des Mobilars.

Ich hoffe, dass die neue Themenseite in unserem Katalog allen Hundeliebhabern, die Urlaub in Frankreich machen wollen, einige interessante Vorschläge bereitet!

Thema: Bretagne | Kommentare (6) | Autor: philipp

Ferien im Ferienhaus Bretagne?

Donnerstag, 26. November 2009 1:38

Bretagne-Kenner mag es vielleicht langweilen, aber wer zum ersten Mal seine Ferien in der Bretagne verbringen möchte, der sucht oft soviele Informationen wie möglich. Daher poste ich an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen bemerkenswerte Webseiten, die mir aufgefallen sind. Eben bin ich durch Zufall auf eine sehr interessante Themenseite zur Bretagne von Spiegel Online gestoßen. Auch wenn die Seite schon sehr vielversprechend aussieht, ist noch Platz für mehr. Ansonsten kann ich allen Bretagne-begeisterten und allen, die bald in den Urlaub in die Bretagne fahren möchten, unsere Infoseiten zur Bretagne auf diesem Blog empfehlen. Für die Urlaubsplanung im Ferienhaus oder in einer Ferienwohnung empfehle ich (natürlich) einen ersten Blick in unseren Ferienhauskatalog von Location Bretagne. Neben vielen Ferienhäusern am Meer haben hier auch eine spezielle Rubrik für den Urlaub in der Bretagne im Ferienhaus mit Hund.

Viel Spass!

Thema: Bretagne | Kommentare (2) | Autor: philipp

Regionen der Bretagne: Der Golf von Morbihan

Dienstag, 10. November 2009 18:40

„Mor Bihan“, das bedeutet übersetzt „kleines Meer“, dieses Gebiet der südlichen Bretagne kann man als besonders reizvolles, und von der übrigen Bretagne, schon aufgrund seines besonders mediterranen Klimas sehr unterschiedlichen Teil ansehen.

Nach der bretonischen Legende überschwemmten die Tränen von unglücklichen Feen das Festland, als vor den Menschen ihr Zauberland verlassen mussten. Ihre Haarkränze verwandelten sich in die 365 Inseln, die anscheinend im Tränenmeer schwimmen.

Die Morbihan bieten einige der schönsten Strände in der Bretagne

Dieses Binnenmeer, wie der Name schon sagt “kleines Meer“, ist mit dem Atlantik nur durch einen schmalen Engpass verbunden, der zwischen der „Pointe de Kerpenhir“ auf der Halbinsel von Locmariaquer im Westen, und der „Pointe de Bilgroix“ auf de Halbinsel de Rhuys im osten liegt. Das Binnenmeer ist etwa 20 km breit, und es dringt etwa 15 km in Landesinnere vor.

Die gesamte Küste des Morbihan ist den Gezeiten des Atlantiks stark unterworfen, die Ebbe und auch die Flut bewegen sich mit einer Geschwindikeit von etwa 10 km/h. hierdurch verändern sich die tiefen Mündungen, Ausbuchtungen und Landspitzen sowie auch die vielen kleinen Inseln im Meer im ständigen Gezeitenwechsel.

Hier findet man eines der größten Vogelreservate Europas, Myriaden von Flugenten, Stelzvögeln und Möwenarten beleben das Meer und die Strände. Ein Fünftel des Weltbestandes an kurzschnäblern trifft man hier zur Brutsaison.

Der fluß Auray begrenzt den Golf im Osten. Die malerische Stadt Auray liegt an seinen Ufern, sie besteht im Wesentlichen aus zwei Stadtvierteln: St. Goustau mit seinem Petit-Port, mit viele Gässchen und Häusern aus dem 15. Jahrhundert. Der Hauptort befindet sich auf der rechten Seite des lochs mit vielen alten Kirchen und einem herrlichen Promenadenweg über dem Fluß in einer Anhöhe entlang. Hier finden auch Ende Juli die bedeutendsten Prozessionen im 6 km entfernten Nachbarort St-Anne d’Auray statt. Zehntausende von Pilgern und Touristen zieht es dann extra in diesen Ausflugsmagnet mit der historischen Umgebung mit unzähligen kleinen Restaurants und Cafés.

Die Halbinsel von Rhuys, die als langgestreckte Halbinsel aus Schiefergestein, die den Golf von Morbihan gegen den Atlantik abschirmt verhilft aufgrund des milden Klimas und der mediterranen Vegetation mit Palmen, Bananen und Kakteen nicht zu Unrecht zum Ruf der äußerst angenehmen Sommerfrische mit langezogen, flach ins Meer gehende Sandbuchten und schattigen flachen Kiefernwäldchen. Von Port Navalo, an der äußersten Westspitze der rhuys-halbinsel, über port de crouesty und Kerjouanno, Arzon, Penvins, Damgan und Gildas de Rhuys reihen sich die weitläufigen Strände und kleinen Badebuchten, die auch heute noch Platz und Luft und Sonne touristische Freuden versprechen.

Last, but not least sei die Hauptstadt des Departements Morbihan, Vannes, erwähnt mit seiner historischen Altstadt und dem quirligen Hafen und den luxeriösen Jachten. Hier spürt man die Anziehungskräfte des Atlantiks und die Ruhe weitläufiger Landschaften.

Gepflegte und qualitätsgeprüfte Ferienhäuser im Morbihan finden Sie übrigens im Ferienhaus Katalog von Location Bretagne. Dort können Sie sich Unterkünfte für Ihren Urlaub bequem online aussuchen und buchen.

Thema: Bretagne, Morbihan, Regionen | Kommentare (3) | Autor: Horst Maske

Augenzeuge-Bericht: Algen in Tregunc / Trevignon, Bretagne

Donnerstag, 24. September 2009 17:49

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich Vor-Ort-Eindrücke und Augenzeugen-Berichte der Algen-Situation in der Bretagne. Ich halte diese Informationen für sehr wichtig, da in den Massen-Medien der Eindruck erweckt wird, die gesamte bretonische Küstenlinie sei von einer riesigen Algenplage bedroht (Stichwörter: Algenpest, Killeralgen, Todesalgen usw.). Unsere bisherigen Berichte zeigten: Das Gegenteil ist der Fall, die bretonische Küstenlinie ist mit über 2700 km so lang, dass unmöglich von einem generellen Problem gesprochen werden kann.

Heute veröffentliche ich einen Augenzeugen-Bericht von unserer Partner-Agentur Thomas Zinecker, der viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Bretagne aus unserem Katalog betreut. die Situation in und um Tregunc bzw. Trevignon (Finistere):

Zusammenfassung: Von Algen bzw. einer unangenehmen Ansammlung von Algen ist nichts zu sehen.

Strände in der Umgebung der Stadt Tregunc

Blick auf einen Strand in Tregunc, Bretagne im Juli 2009. Keine Algen erkennbar.

Blick auf einen Strand in Treguc im Juli 2009. Keine Algen Probleme erkennbar.

Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes. Keine Algenprobleme erkennbar.

Der Strand von La Baleine im September 2009 mit Creperien und Restaurantes

Thema: Bretagne, Finistere, Nachrichten, Regionen | Kommentare (3) | Autor: philipp

Algenpest in der Bretagne? Vor-Ort Eindrücke von Algen und Stränden aus erster Hand…

Montag, 24. August 2009 0:36

Algen in der Bretagne – ein Problem?

Seit einigen Tagen liest, sieht und hört man in den Medien wieder mehr aus der Bretagne. Leider sind es diesmal nicht besonders schöne Nachrichten, die Zeitungen, Radio- und TV-Sender uns nach Deutschland schicken: In der Bretagne gibt es Algen! Nun, mag sich der interessierte Leser denken, Algen sind an sich nichts besonders, vor allem nicht an Küstenregionen und Stränden. Denn Algen  gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde und bilden als Pflanze die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten.

In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.

In der Bretagne sind unberührte, saubere Strände und klares Wasser immer noch der Normalfall.

Und: Algen sind gesund – sie werden nicht nur als Delikatesse in Sushi verarbeitet sondern auch in Tablettenform als wahre Gesundmacher von Fitness-  und Wellness-Begeisterten geschätzt. Manche Wissenschaftler schätzen Algen als wichtigsten Rohstoff- und Energielieferanten der Zukunft ein und lassen diesen Pflanzen daher eine wichtige Rolle als Retter der Menschheit aus der Energie-, Rohstoff und Klimakrise zukommen. Algen sind also Pflanzen, die eine wichtige Rolle für uns Menschen einnehmen. Daher hat die Bretagne schon lange eine ganz besondere Beziehung zu diesen Meerespflanzen: In der  Algenforschung ist die Bretagne weltweit führend und das Unternehmen Thalado in Roscoff stellt aus Algen kosmetische Produkte (bspw. Gesichtspflege, Badezusätze, Entspannungsprodukte) her.

Algen sind gesund und machen schön – warum nun die Aufregung?

Wenn man die aktuelle Berichterstattung über die Bretagne liest, könnte man meinen, Algen sind gefährlich und stellen eine Bedrohung für den Menschen dar. Focus-Online schreibt bspw. von “Giftigen Algen am Atlantikstrand” oder von “Wissenschaftlern, die vor Todes-Algen in der Bretagne” warnen. Auch in anderen Presse-Publikationen wird ein ähnlich reißerischer Tonfall gewählt, so schreibt bspw. die angesehene Süddeutsche Zeitung schlicht vom “Grünen Tod“.

Auch wenn ich die aufklärerische Funktion der Massenmedien schätze, muss ich hier doch deutliche Kritik an der journalistischen Seriösität dieser Zeitungen üben. Denn: Algen selbst sind weder giftig noch tödlich. Ein Problem ergibt sich aus einem Fäulnisprozess, bei dem offensichtlich Schwefelwasserstoff ensteht, ein Gas, dass für Mensch und Tier ab gewissen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein kann. Problematisch wird dies für den Besucher vor allem bei Ebbe, Windstille (die Fäulnisgase werden nicht weggeweht) und an Stellen mit *sehr* vielen Algen.

Welche Vor-Ort Eindrücke können wir beobachten?

Bei allen Bildern aus der Presse, die leicht den Eindruck erwecken können, die gesamte Bretagne sein ein einziger Algenteppich, sollte nicht vergessen werden, dass die Bretagne ein riesiges Flächenland ist (vergleichbar bspw. mit der Fläche des deutschen Bundeslandes Brandenburg). Auch die Küstenlinie erstreckt sich über 2730 km, das sind ca. 3,5mal soviele Kilometer wie die Entfernung zwischen Hamburg und München. Es ist also völlig unangemessen, von einem Problem auszugehen, dass die gesamte Bretagne betrifft.

Daher habe ich mich entschlossen, Ihnen hier Eindrücke zu schildern, die wir vor Ort gewonnen haben. Die “Vor-Ort-Eindrücke” werde ich regelmäßig erweitern und aktualisieren. Hier erweist es sich als vorteilhaft, dass Location Bretagne in den verschiedenen Gebieten der Bretagne auf ein umfangreiches Netzwerk von Partner-Agenturen zurückgreifen kann, die selbst in der Bretagne wohnen und sich daher ein ungefiltertes Bild der Situation machen können.

Eindrücke aus dem Morbihan

Aus dem Morbihan (speziell Golfe du Morbihan und Prêsqu’ile de Quiberon) teilt mir unsere Partner-Agentur Hubert Britz aus Arzon folgendes mit (Herr Britz betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

“Wie jeder lebende Organismus benötigen auch die Algen, wenn sie sich ausbreiten sollen, ein entsprechendes Umfeld. Wie es aussieht, sind flache Wattgebiete insbesondere in den Mündungsbereichen von Flüssen für die Grünalgen vorteilhaft. Es gibt genügend Licht und der Eintrag von aus der Landwirtschaft stammenden Nitraten ist besonders hoch.

An der Atlantikküste der Halbinsel Rhuys fehlen diese Voraussetzungen fast vollständig. Die Klippen fallen sehr steil bis auf grosse Tiefen ab, die Sandstrände bieten nicht ausreichend Nährstoffe für die Grünalgen. Es gibt an der Ozeanküste der Halbinsel keine Buchten in denen das Wasser so ruhig steht, dass sich Sedimente absetzen könnten, die den Grünalgen ein vorteilhaftes Umfeld für ein Massenwachstum bieten könnten.

Auf der Golfseite gibt es am östlichen Golfende einige ausgedehnte Wattgebiete, die entsprechend ruhig sind. Bis jetzt gibt es dort (und gab schon immer) einige wenige, begrenzte Flächen auf denen Grünalgen vorkommen. Für ein masenhaftes Auftreten fehlt allerdings ein ausreichender Eintrag an nitrathaltigem Süsswasser. Zudem sind diese Gebiete zu Fuss nicht zu erreichen und schon von Natur aus nicht als Badegebiete geeignet.

Die hier an den Stränden vorkommenden Algen zählen zu den Braun- oder Rotalgen, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern, im Gegenteil, zu medizinischen Zwecken und sogar in der Diätküche genutzt werden.

Fazit: Nach dem heutigen Wissensstand gibt es hier kein Algenproblem, dass Badefreuden verhindern oder gar die Gesundheit der Badenden gefährden könnte. Die Strände sind von fröhlichen Menschen bevölkert, die die Freuden, die Meer, Sonne und Strand bieten, in vollen Zügen geniessen.”

Aus dem Morbihan teilt mir unsere Partner-Agentur Laurence Berlin aus Crac’h folgendes mit (Frau Berlin betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Morbihan):

“Hier soweit diesen ganzen Sommer nichts dergleichen zu vermerken. Soweit bekannt, sind die Côtes d’Armor (Dpt 22), zwischen Dinaard uns St-Brieuc, aber letztes Jahr betroffen gewesen!
Es ist dort auch eher wahrscheinlich, weil am Ärmekanal gelegen, das flacher ist, als bei uns hier unten.
Wir liegen hier direkt am offenen Atlantik, das ist eine ganz andere Geschichte als im Ärmelkanal oder an der Ostsee zum Beispiel.

Also: Entwarnung, keinen Grund zur Sorge an der Morbihan-Küste.”

Eindrücke aus dem Finistére

Aus dem Finistére teilt mir unsere Partner-Agentur Marion Sunderbrink aus Plogoff folgendes mit (Frau Sunderbrink betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Finistére):

“Auch für die “Baie d’Audierne”, das “Cap Sizun” und die “Prèsqu’île de Crozon” besteht keine Gefahr.

Diese bestimmte Grünalge entwickelt sich vor allem in Bereichen mit geringen Wassertiefen, weil sie Licht braucht, um sich zu vermehren. Wenn diese Alge noch lebt und grün ist, ist sie nicht giftig. Toxische Gefahr besteht erst dann, wenn die Algenberge liegen bleiben und anfangen zu “verwesen”. Erst dann entsteht das auch für den Menschen giftige “sulfure d’hydrogène”.

Betroffene Gemeinden geben dann Warnhinweise aus über die wir hier vor Ort informiert sind. Hinzufügen sollte man, dass das Grün-Algenproblem nicht erst seit gestern existiert. Ökologen, Umweltschützer, die Grünen hier in der Bretagne machen seit vielen Jahren aufmerksam auf dieses Problem. Doch wie immer muss erst Schlimmes passieren, bis die Politik reagiert. Dass es nun über Frankreichs Grenzen hinaus in der Presse zum Thema gemacht wird, zwingt nun hoffentlich endlich zum Handeln.

Wir verfolgen hier aufmerksam vor Ort die Entwicklung, sind ökologisch orientiert und setzen uns für Veränderungen ein.”

Auch unsere Partner-Agentur Mariette Adolfs aus Saint-Jean teilt mir folgendes mit:

“Hier im Pays Bigouden und Finistère Sud haben wir keine Probleme, es besteht m.E. keine Gefahr. Es gibt keine oder sehr wenig Zuchtbetriebe [mit Düngemitteleinsatz] hier.”

Eindrücke aus Cotes d’Armor

Aus Cotes d’Armor teilt mir unsere Partner-Agentur Claudia Fischer folgendes mit (Frau Fischer betreut in unserem Katalog viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Cotes d’Armor):

“…diese – seit Jahren bestehende – Algenpest tritt fast ausschliesslich in und um Plestin-les-Grèves und St. Michel-les-Grèves auf. Sie entsteht durch zuviel Stickstoff aus den Schweine-Intensivzuchten und deren Abwässern. Für die anderen Gebiete besteht m.E. keine Gefahr.”

Thema: Bretagne, Côtes-d'Armor, Finistere, Nachrichten, Regionen | Kommentare (2) | Autor: philipp

Internet-Zensur-Gesetz in Deutschland vermutlich nicht verfassungskonform.

Donnerstag, 30. Juli 2009 18:29

Das heftig umstrittene Gesetz zur Zensur des Internet (“Zugangs-Erschwernis-Gesetz”), das auf Initiative von Ursula von der Leyen (CDU) beschlossen wurde, ist vermutlich nicht verfassungskonform und wurde bisher noch nicht vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnet. Es ist sowohl aus formalen als auch aus inhaltlichen Gründen nicht mit der Verfassung vereinbar.

Unter Experten ist das Gesetz heftig umstritten, und zwar im Wesentlichen aus folgenden Gründen:

  • Unter dem Deckmantel des schrecklichen Verbrechens des Kindesmissbrauchs wird in Deutschland erstmalig eine Zensurinfrastruktur eingeführt, die man bisher nur von Diktaturen und totalitären Regimes kannte. Schon allein aus diesem Grund hätte ein solches Gesetz in Deutschand niemals Realität werden dürfen.
  • Gegen diese Verbrechen ist nur eine klassische Strafverfolgung mit bestehenden Gesetzen erfolgsversprechend (Täter festnehmen, Angebote löschen, Server abschalten). Durch das Zensieren von Inhalten, wie es Ursula von der Leyen fordert, wird keinem Opfer geholfen.
  • Die Websperren lassen sich leicht umgehen, als treffen Sie höchsten den unbedarften Nutzer. Die Gefahr liegt also Nahe, dass die Zensurinfrastruktur später auf andere Zwecke ausgeweitet wird, wie bspw. das Sperren politisch unbequemer Inhalte, wie es z.Zt. bspw. im Iran zu Bekämpfung der Oppositionsbewegung durchgeführt wird. Ohne dieses Gesetz hätte das Internet schon aus technischen Gründen einen Schutz vor inhaltlicher Zensur gehabt. Mit der Einführung der Zensurinfrastruktur hängt es nur noch von der Vernunft der jeweiligen Regierung und dem Wohlwollen des BKA ab, dass die Zensur nicht missbraucht wird.

Lichtblicke gibt es jedoch, da bspw. die Piratenpartei oder auch die FDP und z.T. auch Die Grünen das Gesetz zur Internetzensur nach der Bundestagswahl wieder abschaffen würden.

Thema: Nachrichten | Kommentare (0) | Autor: philipp

Urlaub trotz Schweinegrippe: Wie ist die Situation in der Bretagne (Frankreich)?

Donnerstag, 16. Juli 2009 22:19

Zunächst einmal möchte ich vor übertriebener Panik vor der “Neuen Influenza” (“Schweinegrippe”) warnen. Grippewellen (auch Sommergrippewellen!) gibt es jedes Jahr. Die “alte Influenza”, die besonders in den Wintermonaten Deutschland jedes Jahr heimsucht, ist ungefähr so riskant wie die unter dem Namen Schweinegrippe bekannte “Neue Influenza” (die Todesrate liegt nur leicht über derjenigen einer normalen Grippe-Epidemie). Und wir haben uns an die Gefahr gewöhnt und gelernt, damit umzugehen. Oder verfallen Sie etwa noch jedes Jahr im Winter in Panik, an der Influenza zu erkranken?

Offensichtlich haben sich jedoch überdurchschnittlich viele deutsche Urlauber in Spanien, Mallorca, speziell El Arenal an der Schweinegrippe  angesteckt. Frankreich allgemein, aber auch die Bretagne ist bisher kaum betroffen. Bisher konnte ich auch keine Berichte ausfindig machen, die darauf hindeuten, dass die Bretagne ein Risikogebiet ist.

Diese Beobachtung deckt sich auch mit den Beschreibungen, dass die Ansteckungsgefahr in Plätzen mit vielen Menschen auf kleinem Raum und Hautkontakt am höchsten ist (bspw. eine Diskothek in El Arenal). Die Bretagne als Region, in der wir die meisten Ferienhäuser und Ferienwohnungen in unserem Katalog anbieten, ist jedoch genau durch eine gegenteilige Situation gekennzeichnet: Viel Platz, weitläufige Landschaften und Sandstrände, keine Hotel- und Bettenburgen, sondern viele individuelle Ferienwohnungen und Ferienhäuser mit genügend “persönlichem Raum” um sich herum. Diskotheken- und Partykulturen, wie sie auf Mallorca, Lorette de Mar oder auch Ibiza zu finden sind, gibt es in der Bretagne nicht!

Aus diesen Gründen ist auch davon auszugehen, dass die Bretagne zu denjenigen Regionen in Frankreich (vielleicht auch in ganz Europa) gehören wird, die am wenigsten von der Schweinegrippe betroffen ist.  Nebenbei: In unserer Informationsseite über die Bretagne haben wir festgestellt, dass die Bevölkerungsdichte dort ähnlich gering ist, wie in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern.

Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, gibt es übrigens eine schöne Übersicht auf gemeldete Schweinegrippe-Fälle auf einer Google Map. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels sind in der Bretagne kaum Fälle gemeldet worden.

Schweinegrippe in der Welt und in der Bretagne

Thema: Bretagne, Nachrichten, Unsortiert | Kommentare (0) | Autor: admin

iPhone Applikation: Strand-Wetter für den Bretagne Urlaub…

Dienstag, 30. Juni 2009 0:55

Mehr durch Zufall bin ich auf die iPhone Applikation “Météos des plages” gestossen, die ich heute für EUR 0,99 aus dem iTunes Store geladen habe. Um es kurz zu machen: Diese Applikation bietet einen Wetterbericht und eine 10-Tages Wetterprognose für verschiedene Badeorte in der Bretagne, Aquitaine, Basse Normandie, Korsika, Haute Normandie, Languedoc Roussilon, Cote Azur etc.

Ich liess es mir nicht nehmen, die Software hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Bretagne Urlauber zu testen:

Die Applikation unterstützt z.Zt. über 60 Badeorte in der Bretagne, darunter Benodét, Crozon, Audierne, Quiberon, Arzon, …

Im Wetterberichtsmodus wird die aktuelle Temperatur, Windstärke, Brandungsstärke am Wasser, UV-Index, Sonnenauf- und Untergang, Windrichtung, Lufdruck, Luftfeuchtigkeit sowie der Zustand des Himmes mit Symbolen (Heiter, Bewölkt, Wolkig, Regen,…) angezeigt. Temperatur und Himmeszustand wird zusätzlich für die nächsten 9 Stunden prognostiziert.

Im Prognosemodus wird eine Wetterprognose für die nächsten 10 Tage angezeigt, und zwar mit den Parametern: Himmelszustandt, Minimal und Maximaltemperatur.

Das wars!

Lohnt es sich, die Anwendung zu kaufen? Für den Bretagne bzw. Frankreich Urlauber JA. Denn im Vergleich zum kostenlos mitgelieferten Yahoo!-Wetter (das auch viele Orte in Frankreich und der Bretagne kennt!), bietet die Software folgende Mehrwerte:

  • 10 Tage Prognose (ideal zur Planung von Stand- bzw. Ausflugstagen)
  • UV-Index,
  • Brandungsstärke und Windgeschwindigkeit (ideal um zu Entscheiden, ob gebadet werden soll)…

Was fehlt ist ganz klar ein Gezeitenkalender, hier sollte der Hersteller nachbessern.

Vorsichtig sollte man bezüglich der Kosten jedoch sein, da die Applikation eine mobile Datenverbindung benötigt.

Thema: Bretagne, Sonstiges, Technik und Technologie | Kommentare (0) | Autor: admin