Internet-Zensur-Gesetz in Deutschland vermutlich nicht verfassungskonform.

Das heftig umstrittene Gesetz zur Zensur des Internet („Zugangs-Erschwernis-Gesetz“), das auf Initiative von Ursula von der Leyen (CDU) beschlossen wurde, ist vermutlich nicht verfassungskonform und wurde bisher noch nicht vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnet. Es ist sowohl aus formalen als auch aus inhaltlichen Gründen nicht mit der Verfassung vereinbar.

Unter Experten ist das Gesetz heftig umstritten, und zwar im Wesentlichen aus folgenden Gründen:

  • Unter dem Deckmantel des schrecklichen Verbrechens des Kindesmissbrauchs wird in Deutschland erstmalig eine Zensurinfrastruktur eingeführt, die man bisher nur von Diktaturen und totalitären Regimes kannte. Schon allein aus diesem Grund hätte ein solches Gesetz in Deutschand niemals Realität werden dürfen.
  • Gegen diese Verbrechen ist nur eine klassische Strafverfolgung mit bestehenden Gesetzen erfolgsversprechend (Täter festnehmen, Angebote löschen, Server abschalten). Durch das Zensieren von Inhalten, wie es Ursula von der Leyen fordert, wird keinem Opfer geholfen.
  • Die Websperren lassen sich leicht umgehen, als treffen Sie höchsten den unbedarften Nutzer. Die Gefahr liegt also Nahe, dass die Zensurinfrastruktur später auf andere Zwecke ausgeweitet wird, wie bspw. das Sperren politisch unbequemer Inhalte, wie es z.Zt. bspw. im Iran zu Bekämpfung der Oppositionsbewegung durchgeführt wird. Ohne dieses Gesetz hätte das Internet schon aus technischen Gründen einen Schutz vor inhaltlicher Zensur gehabt. Mit der Einführung der Zensurinfrastruktur hängt es nur noch von der Vernunft der jeweiligen Regierung und dem Wohlwollen des BKA ab, dass die Zensur nicht missbraucht wird.

Lichtblicke gibt es jedoch, da bspw. die Piratenpartei oder auch die FDP und z.T. auch Die Grünen das Gesetz zur Internetzensur nach der Bundestagswahl wieder abschaffen würden.

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Urlaubs-Videotour: Vom Kreidefelsen zur Victoriasicht

Während meines Rügen-Urlaubs durfte natürlich eine ausgiebige Wanderung nicht fehlen. Daher wanderte ich von Sassnitz zum Königsstuhl.

Rügen ist eine Insel, die sich ideal zum Wandern eignet. Die Strecke von Sassnitz zum Königsstuhl war mit ca. 11,1 km schon eine kleine Herausforderung, daher sollte man sich vorher in der Waldhalle stärken. Dennoch kann ich die Tour sehr empfehlen (mit meiner Wander-Empfehlung bin ich übrigens nicht allein). Übrigens hatte ich während der Tour die witzige Situation, dass ich über mehrere Kilometer mit meinem iPhone kein Netz bekam (Funkloch Mecklenburg-Vorpommern), wodurch auch die A-GPS Funktion meines iPhone nicht funktionierte und ich ohne meine Google Maps Applikation „navigieren“ musste. Solche echten Funklöcher habe ich in Deutschland selten erlebt.  Also ein echtes Gefühl „Back to the roots“. Den Rückweg vom Königsstuhl nach Sassnitz haben wir übrigens mit dem Linienbus bewältigt.

Während der Tour gibt es mehrere Auf- und Abgänge, die einen zum Fuss der Kreidefelsen führen. Ein beeindruckendes Erlebis! Höhepunkt war auf alle Fälle die Victoriasicht, eine kleine Aussichtsplattform in über ca. 110m Höhe. Den Eintritt zum Königsstuhl haben wir uns übrigens gespart. Laut Reiseführer ist die Victoriasicht übrigens ein viel beeindruckenderes Erlebnis.

Die Tour von Sassnitz über die Wissower Kliniken bis hin zur Victoriasicht zeigt übrigens mein Video unten. Viel Spass!

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KdF – Kraft durch Freude? Besuch des ehem. „Seebads der 20.000“ in Prora, Rügen

Bei meinem letzten Besuch des Seebads Binz in Rügen stand auch ein Besuch des ehemaligen Seebads Prora (KdF – Kraft durch Freude) auf dem Programm. In Prora war zu Zeiten des NS-Regimes ein monströser Komplex geplant, der ca. 20.000 Arbeitern als Erholungsstätte dienen sollte – das „Bad der 20.000“ (vermutlich, damit diese nach dem Erholungsaufenthalt wieder „mit frischem Tatendrang“ für das Deutsche Reich arbeiten konnten). Der Komplex war mit einer Länge von ca. 6 km geplant und sollte einen eigenen Bootsanleger erhalten, damit große Schiffe (bspw. die bekannte Wilhelm Gustloff).

Fertiggestellt wurde der Komplex nie und zum Teil wurde er schon während bzw. nach dem 2. Weltkrieg in einigen Teilen demontiert oder zerstört. Die übriggebliebenen Teile stehen seit langer Zeit leer, ein kleiner Teil wird als Museum genutzt. Dort erfährt man auch, dass das Bad der 20.000 niemals wie ursprüglich geplant genutzt wurde, sondern vielmehr schon während des 2. Weltkriegs und auch danach als Ausbildungsstätte für militärische bzw. polizeiliche Zwecke diente.

Der Besuch des Museums ist wirklich empfehlenswert, da man dort nicht nur ein Modell des geplanten Gebäudes und theoretische Hintergrundinformationen sieht, sondern auch einen Teil des Gebäudes selbst begehen und in viele Räume gucken kann.

Nach meinem Besuch stellte ich schnell fest, dass es nicht schade darum ist, dass dort niemals jemand „richtig“ Urlaub machte: Das ganze Gebäude wirkt unsympathisch, die Gänge sind Eng, die Decken niedrig, die geplanten „Appartements“ für die Arbeiter hatte meist eine Größe zwischen 4 x 2 m bis 4 x 4 m – für zwei Personen. Das war selbst für damalige Verhältnisse eng und beklemmend!

Den Rest meines Eindrucks zeigt das Video – eine ideale Kulisse für einen Thriller oder Horrorfilm, oder?

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Bericht: Urlaub in einer Ferienwohnung in Binz, Rügen

In meinem letzten (Kurz-)Urlaub sollte  es statt der Bretagne in Frankreich ein Ort in Deutschland werden. Die Wahl fiel dieses Jahr auf Rügen. Ich war zwar schon einmal in Rügen gewesen, aber dies ist schon lange(!) her. Genauer gesagt war ich zuletzt im Jahr der deutschen Wiedervereinigung (1990) dort. Rügen ist eine große Insel und entsprechend schwierig gestaltete sich die Wahl des Ortes. Zum Glück ist mir die Empfehlung für das Ostseebad Binz zugetragen worden.

Im Nachhinein war Binz eine tolle Wahl. Ich würde sagen, dass dieser Ort mit Abstand der schönste auf Rügen war: Liebevoll restauriertes Stadtbild, gepflegte Wege und Strände, viele attraktive Läden und Wirtshäuser – eine tolle Atmosphäre. Von der DDR-Vergangenheit war in Binz fast überhaupt nichts zu bemerken (ganz im Gegensatz zu bspw. Sassnitz!).

Übernachten wollte ich in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus. Dennoch fiel die Wahl der Unterkunft nicht leicht. Obwohl ich als Mitarbeiter der Location Bretagne Ferienhaus-Vermittlung recht geübt sein sollte, Ferienwohnungen im Internet ausfindig zu machen, zeigte sich mir der Markt recht unorganisiert und unübersichtlich. Viele Internetseiten bieten immer noch keine intuitiven  Belegungskalender und dann gibt es ja auch das Problem, möglichst einen seriösen Anbieter zu finden und nicht auf ein „schwarzes Schaf“ hereinzufallen.

Zum Glück erinnerte ich mich an meinen geschätzten Kollegen, Manfred Sander von Sander Tourisik GmbH, den ich von den vielen Treffen unseres gemeinsamen Verbands „VDFA“ (Verband Deutscher Ferienhausagenturen e.V.) kenne. Sander Touristik bietet neben Mallorca und Usedom auch Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf Rügen an. Ich griff zum Telefon und Herr Sander empfahl mir eine Wohnung im Dünenhaus in Binz.

Fazit: Eine tolle Empfehlung! Die Wohnung war rundherum nahezu perfekt! Mit meinem „geschulten Auge“ bemerkte ich sofort, dass sowohl Lage, Interieur als auch Exterieur einfach stimmen:

  • Um zum Strand zu gelangen, genügte es, das Grundstück zu verlassen und kurz die Strandpromenade zu überqueren,
  • Zur Wohnung gehört ein eigener Strandkorb,
  • Alle Gemeinschaftsräume und das Treppenhaus machen eines sehr gepflegten Eindruck,
  • Die Wohnung selbst ist sehr gepflegt und liebevoll eingerichtet, Highlight ist die große Terasse mit seitlichem Meerblick.

Allen Interessierten kann ich die Ferienwohnung im Dünenhaus in Binz auf Rügen von Sander Touristik wärmstens empfehlen! Das folgende Video soll einen kleinen Eindruck der Umgebung geben.

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Die mobile Bank auf dem iPhone: T-Banking

T-Mobile bietet ab sofort eine kostenlose Bankingsoftware für das iPhone an: T-Banking. Das Programm kann kostenlos aus dem App-Store heruntergeladen werden. Damit wird das iPhone auch als „mobiler Bankschalter“ attraktiv.

In einem ersten Test ist mir folgendes aufgefallen:

  • Unterstützung mehrerer Konten und Banken.
  • Unterstützung folgender Geschäftsvorfälle: Kontostand, Kontoumsätze (bis 30 Tage) und Überweisung.
  • Für Überweisungen muss eine TAN (bzw. iTAN) benutzt werden.
  • Eine T-Online E-Mail Adresse ist zwingend erforderlich, um die Applikation zu nutzen. Allerdings muss man dazu nicht unbedingt T-Online Kunde sein. Eine kostenlose T-Online E-Mail Adresse von http://freemail.t-online.de reicht aus.

Es sieht danach aus, also ob die Kontodaten nicht lokal auf dem iPhone, sondern auf dem Server von T-Online gespeichert werden. Zumindest verweigert die Applikation ihre Funktion, wenn man das iPhone in den Airplane-Modus schaltet. Dieses finde ich etwas bedenklich, da auch das Passwort bzw. die PIN mit angegeben werden müssen (und demzufolge auch bei T-Online gespeichert werden).

Klar, um wirklichen Schaden anzurichten, braucht man noch eine gültige TAN – allerdings ist mir noch nicht klar, welchen Weg eine TAN nimmt (bspw. ob diese nach Eingabe in der Anwendung noch auf dem T-Online Server zwischengespeichert wird).

Ich habe die Applikation mit zwei Bankverbindungen getestet: Mit einem Konto bei der Sparkasse klappt alles, beim Deutsche Bank Konto gibt die Applikation eine Fehlermeldung aus, dass die Zugangsdaten nicht korrekt seien (und dass, obwohl sie korrekt eingegeben sind).

Fazit: Ich würde die Applikation höchstens benutzen, um mal eben den Kontostand abzufragen. Dem Programm die hochsensiblen TANs anvertrauen würde ich z.Zt. noch nicht, bis genauere Informationen zur Sicherheitspolicy von T-Banking vorliegen.

Als alternative gibt es im AppStore für etwas mehr Geld das Programm „iOutBank“, das ich allerdings noch nicht getestet habe.

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Urlaub trotz Schweinegrippe: Wie ist die Situation in der Bretagne (Frankreich)?

Zunächst einmal möchte ich vor übertriebener Panik vor der „Neuen Influenza“ („Schweinegrippe“) warnen. Grippewellen (auch Sommergrippewellen!) gibt es jedes Jahr. Die „alte Influenza“, die besonders in den Wintermonaten Deutschland jedes Jahr heimsucht, ist ungefähr so riskant wie die unter dem Namen Schweinegrippe bekannte „Neue Influenza“ (die Todesrate liegt nur leicht über derjenigen einer normalen Grippe-Epidemie). Und wir haben uns an die Gefahr gewöhnt und gelernt, damit umzugehen. Oder verfallen Sie etwa noch jedes Jahr im Winter in Panik, an der Influenza zu erkranken?

Offensichtlich haben sich jedoch überdurchschnittlich viele deutsche Urlauber in Spanien, Mallorca, speziell El Arenal an der Schweinegrippe  angesteckt. Frankreich allgemein, aber auch die Bretagne ist bisher kaum betroffen. Bisher konnte ich auch keine Berichte ausfindig machen, die darauf hindeuten, dass die Bretagne ein Risikogebiet ist.

Diese Beobachtung deckt sich auch mit den Beschreibungen, dass die Ansteckungsgefahr in Plätzen mit vielen Menschen auf kleinem Raum und Hautkontakt am höchsten ist (bspw. eine Diskothek in El Arenal). Die Bretagne als Region, in der wir die meisten Ferienhäuser und Ferienwohnungen in unserem Katalog anbieten, ist jedoch genau durch eine gegenteilige Situation gekennzeichnet: Viel Platz, weitläufige Landschaften und Sandstrände, keine Hotel- und Bettenburgen, sondern viele individuelle Ferienwohnungen und Ferienhäuser mit genügend „persönlichem Raum“ um sich herum. Diskotheken- und Partykulturen, wie sie auf Mallorca, Lorette de Mar oder auch Ibiza zu finden sind, gibt es in der Bretagne nicht!

Aus diesen Gründen ist auch davon auszugehen, dass die Bretagne zu denjenigen Regionen in Frankreich (vielleicht auch in ganz Europa) gehören wird, die am wenigsten von der Schweinegrippe betroffen ist.  Nebenbei: In unserer Informationsseite über die Bretagne haben wir festgestellt, dass die Bevölkerungsdichte dort ähnlich gering ist, wie in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern.

Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, gibt es übrigens eine schöne Übersicht auf gemeldete Schweinegrippe-Fälle auf einer Google Map. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels sind in der Bretagne kaum Fälle gemeldet worden.

Schweinegrippe in der Welt und in der Bretagne

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MMS mit iPhone 3.0

Für alle T-Mobile Kunden, die mit dem neuen iPhone OS 3.0 und T-Mobile Vertrag MMS senden und empfangen möchten:

  • MMS Senden: Das Senden von MMS funktioniert sofort und ohne weitere Einstellungen. Einfach eine neue SMS-Nachricht erstellen (der Button zum erstellen von SMS heist seit iPhone OS 3.0 nun „Nachrichten“ und nicht mehr „SMS“). Anschließend auf das Kamera Symbol links nebem dem Nachrichtenfeld tippen und ein Foto aufnehmen/hinzufügen.
  • MMS Empfangen: Im Prinzip ist die Sache ganz einfach! Es muss nichts weiter eingestellt werden – es müssen lediglich 2 MMS versendet werden, damit der MMS-Empfang direkt auf dem Display des iPhone klappt! Wurden noch keine 2 MMS gesendet kommt immer die bekannte Nachricht, man möge doch bitte die hinterlegte MMS auf der T-Mobile Seite abrufen.

Für alle Nicht-T-Mobile Kunden gibt es eine schöne Zusammenstellung der nötigen Einstellungen.

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