CSI Experience: Ein Tag auf der Ausstellung auf dem Prater in Wien

Die CSI Experience ist gerade auf dem Prater in Wien. Da diese ab zwölf Uhr öffnet entschloss ich mich, ihr um die Mittagszeit einen Besuch abzustatten.

Es gibt verschiedene Varianten von Eintrittskarten. Neben einfachen Tickets gibt es auch Kombinations Tickets, die bspw. den Besuch des Riesenrads oder anderen Attraktionen des Wiener Praters erlauben. Spezielle Studentenpreise gibt es nicht. Das einfache Ticket für Erwachsene liegt bei ca. 12 EUR.

In der Ausstellung darf man zwischen drei Fällen wählen, die man zu lösen hat. Ich entschied mich für einen „mysteriösen“ Autounfall im Wohnzimmer.

Der Weg zur Lösung des „Falls“ geschieht über drei Schritte: zunächst besucht man den Tatort. Dort sind auf einem Erfassungsbogen alle Beweise sorgfältig aufzunehmen.

Anschliessend geht es in das Labor, in dem die Beweismaterialien analysiert werden. In meinem Fall sind das Fingerabdrücke, DNA Sequenzen und eine „virtuelle“ Autopsie an einer Puppe.

Nach der Analyse müssen die Indizien zu einem Tathergang zusammengefasst werden. Bei richtiger Auswertung erhält man das CSI Diplom, das dem Teilnehmer per Post zugeschickt wird.

Bevor man die Ausstellung verlassen kann, führt noch der Weg durch den Souvenier Shop, in dem verschiedene CSI DVD und andere CSI Utensilien gekauft werden können.

Fazit: Die Fälle sind durchaus interessant, jedoch nicht übermässig schwierig. Daher eignet sich die Aidsgelking sowohl für die ganze Familie als auch für den „nicht CSI Fan“. Besuchsdauer etwa 60-90 min.

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Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

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Eine Torte im Cafe Sacher Wien…oder: Sachertorte muss nicht sein.

Einmal in Wien und für Tortenliebhaber empfiehlt der Reiseführer einen Besuch im Cafe Sacher. Nun gut, dass bedeutet, dass auch ich einen Besuch abstatten wollte. Also gut, auf geht es ins Cafe Sacher, direkt gegenüber der Staatsoper in Wien.

Aufgrund der Berühmtheit der Torte war mir schon klar, dass der Andrang groß sein wird – gerade zur Kaffezeit. Eine Sitzplatzreservierung erschien mir sinnvoll. Aber: Fehlanzeige! Man sagte mir, dass das ehrenwerte Café keine Reservierungen annehme, vor allem nicht am Wochenende. Auf die Frage, welches die beste Zeit ist, um nicht zu lange zu warten, antwortete man trocken: Am besten vormittags, so zwischen 10 Uhr und 11 Uhr (später wird sich herausstellen, dass es an der Torte liegt, warum niemand so früh dorthin geht 😉

Nun gut, ich entschied mich, am Samstag um 17.00 Uhr dort aufzuschlagen. Und ich hatte Glück, ich musste „nur“ 10 Minuten warten, bis ich plaziert wurde. Vor der Plazierung „nötigte“ man mich, meinen Mantel an der Garderobe abzugeben (selbstverständlich gegen 1,- EUR Gebühr). Anschließend durfte ich mich in das plüschrot eingerichtete Zimmer setzen, neben diversen anderen Touristen, die offensichtlich überwiegend US-amerikanischer oder asiatischer Herkunft waren. Die Speisekarte zeigte typische Elemente Wiener Cafés: Apfelstrudel, Quark-Topfen-Strudel und natürlich auch die Sachertorte mit „Schlagobers“ (Schlagsahne). Weiterhin wurden diverse Kaffee-Spezialitäten angeboten. Ich entschied mich für die Sachertorte und eine Wiener-Melange.

Kurze Zeit später überreichte der Kellner mir wortlos den Cafe und die Torte. Die Sachertorte ist sicherlich weltberühmt, aber ist ganz klar nicht meine Lieblingstorte geworden. Schokoladig, kompakt, süß, fast schon ein wenig trocken mit leichtem Pfirsich-Aroma. Die Wiener-Melange war zwar einzigartig durch ihre Kombination aus Sahne und Milchschaumhauber, aber kraftlos, wässrig, fast wie Automaten-Kaffee. Nachdem ich gerade den letzten Bissen der Torte heruntergeschluckt habe, war sofort der Kellner da und nahm mir den Teller weg. Das Signal war eindeutig: Bitte verlasse so schnell wie möglich das Café, damit Du Platz für den nächsten Touristen machst.

Und das machte ich auch. Denn richtig wohlgefühlt habe ich mich in diesem Café nicht. Die Rechnung wies 18,20 aus. Ich gab dem Kellner 19,00 EUR. Fast wie automatisch murmelte der Kellner „Stimmt so?!“ – ich war mir nicht Sicher, ob es eine Frage oder eine Aufforderung zu Gabe von Trinkgeld sein sollte….


Fazit: Ich fand das Café ungemütlich und die Wiener-Melange war meiner Meinung nach die Schlechteste, die ich in ganz Wien getrunken habe. Der Preis für 2 Gedeck Sacher Torte und Wiener-Melange war allerdings mit 18,20 äh. 19,00 EUR noch im Rahmen dessen, was man in Wien ausgeben muss.

Meine Empfehlung: Wer gern eine original Sacher Torte in Wien probieren möchte, muss nicht unbedingt ins Cafe Sacher gehen – das Haus Sacher exportiert seine Torten auch in die umliegenden Cafés. Eine bessere Wiener-Melange kriegt man dort mit Sicherheit!

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