Côtes d’Armor: Die Côte de Granit Rose

perros_43Die Vielfalt der Bretagne liegt zum Einen in der Schönheit der Landschaften, aber sie beruht auch auf ihrer Vielfältigkeit : es ist eine Landschaft der Gegensätze – die wahre Perfektion der Natur liegt in der Schönheit, die durch Natur entsteht. Wie eine ausdrucksstarke Physiognomie oder ein beeindruckendes Kunstwerk entsteht auch hier der faszinierende Reiz durch Asymetrie und unerwartete Widersprüche und nicht durch kontrastarme Perfektion. Der erste dieser Gegensätze ist der krasse Unterschied, der die Landstriche des Armor (die Küste) von denen des Argoat, des Landesinneren unterscheidet.

Ohne sich von der Küste zu entfernen findet man hinreissende Kontraste, die das Auge des Betrachters nicht unberührt lassen können. Die Mehrzahl der bretonischen Küsten dominieren das Meer von der Höhe ihrer abrupten, grauen Granitfelsen aus, doch wenn man sich Ploumanac’h oder Perros Guirec im Département Côtes d’Armor nähert, bezaubern diese Felsen, die man glaubte, schon zu kennen, durch sanftere, eher runde Formen, deren Farben in sanftem Rosa schimmern.

Die Einzigartigkeit dieser Landschaft, grandios, beeindruckend und doch nicht hart, macht die Côte de Granit Rose zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ferienhäuser an der Côte de Granit Rose finden Sie z.B. im Ferienhaus-Katalog von Location Bretagne.

Tregastel

Der Ursprung dieser rosa getönten Felsen, heute umgeben von einer absolut typischen Architektur, die sich gänzlich von der des Départements Finistère unterscheidet, liegt 300 Millionen Jahre zurück. Als die bretonischen Felsen sich in ihrer Formation befanden, näherte sich eine riesige Magmamenge der Erdkruste. Sie blieb mehrere Millionen Jahre erhalten und bildete im Laufe dieser Zeit die Kristalle, die heute die Felsen sind. Die bizarren Formen jedoch, die heute diese Felsen charakterisieren, beruhen auf dem Wind und den unablässlichen Angriffen der Flut. Vielleicht lässt uns die unendliche Schönheit, die wir an dieser Küste sehen, bewusst werden, dass auch dies, an der Skala des Universums gemessen, vergänglich ist, und dass die Riesen von heute morgen noch mehr angegriffen sein werden.

3 km vor der Stadt Roscoff liegt die Insel Batz, ca. 3.5 km lang und 1.5 km breit, mit einer Fläche von ca. 350 ha. Von 878 bis 882 diente sie dem Wikinger Hasting und seinen Drakkaren als Ausgangsbasis.

Ab 1815 gewinnt die Segelmarine an Bedeutung und gestattet der Insel eine deutliche Weiterentwicklung, aber ab dem Ende des Jahrhunderts werden die Segelschiffe durch Dampfschiffe ersetzt. Während des 2. Weltkrieges wird Batz von den Deutschen besetzt, die sie am 7. August 1944 nach der Zerstörung der beiden Festungen, der beiden Mühlen und zahlreicher Häuser verlassen. 1965 wird die Estacade, eine 800 m lange Brücke gebaut, die das Ablegen auch bei Niedrigwasser gestattet. Bei Hochwasser legt man vom alten Hafen in Roscoff aus ab.

Nach einer Viertelstunde Überfahrt kann die Entdeckungsreise auf der Insel beginnen, u.A. die Besichtigung des Jardin Georges im Osten der Insel, der eine Vielfalt an tropischen Pflanzen bietet.

Am anderen Ende der Insel können Sie die 44 m des Leuchtturms erklimmen und sich von der Schönheit des Ausblicks bezaubern lassen. Die Ile de Batz ist auch ein privilegierter Ort für die Beobachtung zahlreicher Vogelarten, die die westlich gelegenen Sumpfgebiete zum Nisten gewählt haben. Hier befindet sich auch das Reich der Silbermöwen. Beschliessen Sie Ihren Ausflug mit der Besichtigung des „Trou du serpent“ (« Schlangenloch »), wo man die Boreal-Fulmare beobachten kann.

In Richtung der Sept-Iles (Sieben Inseln)

Ein paar Meilen von der Côte de Granit Rose entfernt, zwischen Perros Guirec und Trégastel, befindet sich eine unberührte Inselgruppe von ca. 40 ha, auf der eine Vielfalt von Seevögeln zu Hause sind : – Basstölpel

– Papageientaucher
– Kormorane
– Silbermöwen
– Kleine Pinguine

– Puffins
– Seeschwalben
– Möwensturmvögel
– Alke
– Dreifingermöwen

Die Inselgruppe steht seit 1912, auf der Initiative der Vogelschutzliga beruhend, geschützt und gilt seit 1976 als offizielles Vogelschutzgebiet des Umweltministeriums.

Sie zählt über 20 000 Vogelpaare. Allein auf der île Rouzic lebt eine Kolonie von 15 122 Basstölpelpaaren.

Die Inselgruppe umfasst :
– die île Cerf
– die île Plate
– die île Aux Moines (Touristen zugelassen)
– die île Bono
– die îles Costans
– die île Malban und
– die île Rouzic .
Die Inseln können mit dem Schiff von Mai bis Oktober umfahren werden.

Die l’île aux Moines :

In 35 minutes können Siçe die gesamte Insel besichtigen. 2 Leuchtturmwächter wohnen ständig hier. An der Westspitze kann ein unter Louis XV erbautes Fort besichtigt werden. Ein beeindruckendes Panorama über die gesamte Inselgruppe kann von hier aus betrachtet werden. Ablegen von : – Perros Guirec
Gare Maritime – Strand von Trestraou

– Hafen von Ploumanac’h

– Trégastel
Strand von Coz-Pors

– Hafen von Port Blanc
Weitere Information sind bspw. in den Wikipedia Einträgen zum Thema „Bretagne“ und „Côte de Granit Rose“ zu finden.

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PFERDEAPFEL? PFERDEAPFEL!

PFERDEAPFEL? PFERDEAPFEL!

Wissen Sie, wie man einen Pferdeapfel auf Französisch nennt? Einen „crottin de cheval“! Und daher kommt auch, beruhend auf seiner Form, der Name „crottin de chèvre“, seinez Zeichens ein Ziegenapfel. Nein, nein, ich werde Ihnen hier kein Düngemittel empfehlen! Ein crottin de chèvre ist ein absolut köstlicher kleiner Ziegenkäse, der sehr trocken ist – je trockener, umso besser! Es gibt ihn in allen Supermärkten und natürlich auf den Wochenmärkten. Er hat einen intensiven Geschmack, ist aber nicht scharf und auch nicht säuerlich. Natürlich kann man ihn, wie andere Käsesorten, am Ende eines guten Essens zu sich nehmen. Aber man kann ihn auch anders, raffinierter geniessen. Je nachdem wie es Ihrem Appetit geht, zum Aperitif, als Vorspeise oder als leichtes Abendessen. Die erste Variante besteht darin, eine Scheibe Landbrot zu toasten. Dann schneidet man den crottin in feine Scheiben und belegt Ersteres damit. Darüber mahlt man grosszügig eine 4-Pfeffer-Mischung, die vor allem rosa Pfeffer enthalten sollte, und ab damit unter den Grill. Wenn der Käse anfängt zu schmelzen, dürfen Sie anfangen, sich zu freuen. Und während er genussfertig wird, bereiten wir uns einen Rucola- oder Feldsalat mit gehackten Mandeln oder Walnüssen zu, den wir einzig mit Balsamico-Essig und Walnussöl würzen.

Eine zweite, ebenfalls köstliche Variante besteht darin, den crottin mit einer feinen Scheibe getrocknetem Schinken zu umwickeln und ihn dann unter den Grill zu geben.

Geniessen Sie wie Gott in Frankreich – viel Spass im Urlaub!

Koch-Rezept: Jahrgangssardinen

JAHRGANGSSARDINEN – eine Delikatesse!

Wussten Sie schon, dass es Jahrgangssardinen gibt? Eh oui, die gute alte Ölsardine gehört in einigen 3-Sterne-Restaurants zu den Delikatessen! Preiswert, wenn man sie selbst kauft, wählt man die Ohne-Haut-und-Gräten-Version, kauft ein Maximum an Dosen (auch bei den bekannten Discountern findet man ausgezeichnete Ware!), die besten kommen aus St. Gilles-Croix-de-Vie, aber man kann durchaus auch andere nehmen, und lagert sie wie einen guten Wein. Alle 6 Monate wendet man sie, damit das Öl auch „überall hin kommt“ und legt sich so einen 1.-Klasse-Vorrat an.

Gesund sind Jahrgangssardinen auch noch

Die kleinen Sardinenfilets haben unzählige Vorteile: reich an Omega-3-Fettsäuren tun sie unserem Herzen zumindest körperlich gut, sie sind preiswert und enthalten obendrein für Kinder und zukünftige Mamas das unentbehrliche Kalzium. Aber wissen Sie auch, wie man daraus eine schnelle, köstliche und auch von Kindern geschätzte Köstlichkeit macht? Man nimmt für eine Person, je nach Appetit, 1 – 2 Dosen dieser kleinen Fische, die es so gut mit uns meinen.

Zubereitung (gekauft werden sie am besten in der Bretagne!)

Im Bretagne-Urlaub kann man – umso besser – auch fangfrische Sardinen nehmen, die man dann filetiert und entgrätet. Man giesst das Öl aus der Dose ab und kippt die Sardinen, damit sie nicht kaputtgehen, in eine Pfanne. Hinzu fügt man ein kleines (!) Stück (ca. 20 gr, wie im Hotel) dieser köstlichen Butter mit Salzkristallen, die es in der Bretagne überall gibt und nach Geschmack und Menge feingehackte Knoblauchzehen (Keim entfernen, das macht weniger einsam).

Und dann brät man sie bei kleiner Flamme und wendet sie von Zeit zu Zeit vorsichtig um. In der Zwischenzeit schält man festkochende Kartoffeln – nur Sie wissen, wieviel jedes Familienmitglied oder jeder Gast isst – und schneidet sie in Scheiben. Man übergiesst sie kurz mit heissem Wasser, das nimmt einen Grossteil der Stärke, und kocht sie ca. 10 Minuten in ungesalzenem Wasser (in der Butter ist ja auch schon Salz); das reicht, da sie ja in Scheiben geschnitten sind – und besonders im Urlaub wollen viele von uns vielleicht nicht so viel Zeit in der Küche verbringen.

Nun streuen wir grosszügig feingehackte Petersilie – wenn möglich glatte – darüber, bedienen jeden Gast mit Kartoffeln und verteilen seine Portion Sardinen darüber. Dazu gibt es, um den Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen zu halten, einen Salat aus Rucola, Feldsalat oder beidem mit ein paar freundlich-rosa, in Scheiben geschnittenen Radieschen oder einigen Scheiben Rettich (wunderbar zur Leber-Entgiftung im Frühjahr) und gehackten Walnüssen. Würzen Sie ihn mit etwas Balsamico-Essig und Walnussöl – mehr braucht er nicht, sonst nehmen Sie ihm seinen delikaten Eigengeschmack!

Lust auf einen Urlaub in der Bretagne?

Viele Ferienhäuser in der Bretagne verfügen über eine sogenannte „Sommerküche“ – dort kocht man alles, was ein bisschen mehr Geruch verbreitet, wie Fisch, Crêpes usw. Viel Spass und guten Appetit!

Beschleunigung und Tuning der Webseite mit YSlow! von Yahoo!

Wer kennt das nicht: die eigene Webseite funktioniert zwar prima, ist aber teilweise unerträglich langsam. Für „lahmende“ Webseiten gibt es viele Gründe und das Thema Webseiten-Tuning ist wirklich komplex. Die Komplexität liegt in der Vielzahl verschiedener Ursachen für Geschwindigkeitsprobleme. Einige Beispiele für Ursachen sind:

  • Zu große HTML-, JavaScript- oder Grafikdateien,
  • zu viele externe Dateien,
  • langsame Internetanbindung des Servers oder des Client(Benutzer)-PCs,
  • zu viele Besucher auf meine Seite und daraus folgend zu viele Hits auf meinem Webserver,
  • Datenbank als Flaschenhals (bei dynamischen Seiten)…usw.

Das HTTP-Protokoll bietet einige sehr interessante und leistungsfähige Caching-Funktionen, die meiner Erfahrung nach jedoch von sehr vielen Webadministratoren nicht beachtet und daraus folgend nicht genutzt werden. Eine gute Einführung in die verschiedenen HTTP-Caching Funktionen gibt es im Caching-Tutorial, bei Kaizou und bei Thomas Wan.

Vorteile des HTTP-Cache sind vor allem folgende drei Eigenschaften:

  1. Es ist vollkommen kostenlos, da keine Investitionen notwendig,
  2. ein intelligenter Cache steigert die gefühlte Performance Eurer Besucher deutlich,
  3. der Webserver wird entlastet und kann somit mehr Besucher bedienen, ohne dass neue Hardware angeschafft werden muss.


Ich selbst benutze verschiedene HTTP-Cache Techniken seit längerer Zeit. Früher war es eine mühselige Sache, sicherzustellen, dass alle Mechanismen funktionieren. Bis mir vor einigen Monaten das YSlow! Plugin von Yahoo! für den Firefox (mit Firebug) über den Weg gelaufen ist. Mit diesem kostenlosen Tool kann man extrem schnell ermitteln, wo HTTP-Caches auf der eigenen Webseite nicht richtig eingesetzt werden. Überzeugt Euch selbst in meinem Video 😉

CSI Experience: Ein Tag auf der Ausstellung auf dem Prater in Wien

Die CSI Experience ist gerade auf dem Prater in Wien. Da diese ab zwölf Uhr öffnet entschloss ich mich, ihr um die Mittagszeit einen Besuch abzustatten.

Es gibt verschiedene Varianten von Eintrittskarten. Neben einfachen Tickets gibt es auch Kombinations Tickets, die bspw. den Besuch des Riesenrads oder anderen Attraktionen des Wiener Praters erlauben. Spezielle Studentenpreise gibt es nicht. Das einfache Ticket für Erwachsene liegt bei ca. 12 EUR.

In der Ausstellung darf man zwischen drei Fällen wählen, die man zu lösen hat. Ich entschied mich für einen „mysteriösen“ Autounfall im Wohnzimmer.

Der Weg zur Lösung des „Falls“ geschieht über drei Schritte: zunächst besucht man den Tatort. Dort sind auf einem Erfassungsbogen alle Beweise sorgfältig aufzunehmen.

Anschliessend geht es in das Labor, in dem die Beweismaterialien analysiert werden. In meinem Fall sind das Fingerabdrücke, DNA Sequenzen und eine „virtuelle“ Autopsie an einer Puppe.

Nach der Analyse müssen die Indizien zu einem Tathergang zusammengefasst werden. Bei richtiger Auswertung erhält man das CSI Diplom, das dem Teilnehmer per Post zugeschickt wird.

Bevor man die Ausstellung verlassen kann, führt noch der Weg durch den Souvenier Shop, in dem verschiedene CSI DVD und andere CSI Utensilien gekauft werden können.

Fazit: Die Fälle sind durchaus interessant, jedoch nicht übermässig schwierig. Daher eignet sich die Aidsgelking sowohl für die ganze Familie als auch für den „nicht CSI Fan“. Besuchsdauer etwa 60-90 min.

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Regionen der Bretagne: Finistére

Die Region Finistere („Ende der Welt“)

In dieser Serie stellen wir Ihnen einzelne Regionen der Bretagne vor. Wir hoffen, dass Sie sich vor Ihrem Urlaub im Ferienhaus damit ein besseres Bild der einzelnen Regionen, Gebiete und Landstriche der Bretagne machen können.

Vor Le Conquet liegt sie in einem riesigen Naturpark; sie ist so klein, daß man sie innerhalb von 2,5 Stunden leicht zu Fuß umqueren kann. Im Meer rundum kann man mit etwas Glück seltenste Meeresvögel, aber auch Robben und Delphine beobachten.

Wer gern frischen Fisch und Krustentiere genießen mag, sollte auf jeden Fall einen Besuch von Le Guilvinec einplanen. Hier wird seit einigen Jahren erfolgreich versucht, den Tourismus und den Fischfang in geeigneter Weise zu verbinden.
Jeden Abend um ca. 18.00 Uhr kann der Crozon, die lange Zeit aufgrund der etwas versteckten Lage lange zeit im Dornröschenschlaf gelegen, profitiert heute davon, dass lange Zeit „nichts“ passiert ist. Denn dadurch haben die Orte Camaret sur Mer, Crozon, Morgat und auch Roscanvel viel von ihrem alten Charme wahren können. Zusätzlich wird die abwechslungsreiche Landschaft, einmal flache, ausgedehnte Sandstrände, dann wieder die schroffe Felsküste mit tosendem Atlantik oder geschichtsträchtige Festungsanlagen an der Pointe des Espagnols jeden Bretagne- Besucher erfreuen können. Hier vor der Pointe des Espagnols verengt sich das Meer in den goulet, den Flaschenhals, als enger Zugang zum größten Naturhafen Frankreichs. Es liegen hier hunderte von Schiffswracks, da dieser strategisch wichtige Zugang schon seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Seeschlachten war.

Die Ostbretagne mit ihren vielen Festungen zeigt deutlich die Notwendigkeit des kleinen unabhängigen Staates, sich gegen die wiederholten Übergriffe Frankreichs erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Schon zur Wikingerzeit war der Ort Dol-de-Bretagne befestigt, wie man auf dem berühmten Wandteppich von Bayeux (Normandie) erkennen kann. Am Ortsausgang von Dol-de-Bretagne findet man auch einen der höchsten Menhire der Bretagne; er misst 9,30m.
Der Ort Fougères mit seinen 13 Wehrtürmen hat sich über die Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung bewährt, dies ist unter anderem auch durch seine günstige Lage in einem Sumpfgebiet begründet, welches Sturmangriffe unmöglich machte.

Finistere
In den vielen kleinen und kleinsten Ortschaften mit ihren trutzigen und alles überragenden Granitkirchen mit filigran wirkenden Türmen berühren besonders die sehr unterschiedlich ausgeschmückten Calvaires (Kalvarienberge), die zu jeder Kirche gehören, den Reisenden und verstärken noch das mystische Flair, welches auch den nüchternen, modernen Touristen in seinen Bann zieht.
Hier sei besonders der prächtige Calvaire von Guimilian erwähnt. Etwa 200 Figuren stellen den Lebensweg Christi dar, wobei alle Szenen, in Granit gehauen, durch die Jahrhunderte hindurch trotz der rauhen Witterung und die dadurch zwangsläufigen Verwitterungen nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Zwischen den gelbleuchtenden Ginsterbüschen entlang der Küstenstraßen wird man immer wieder von herrlichsten Ausblicken auf bizarre Buchten mit bis zu 80m hohen Granitzacken im Meer überrascht werden, an denen sich das Meer mit weißer Gischt bricht. Aber auch alte Befestigungsanlagen, teils schon in den Glaubenskriegen (1589) erstellt, ragen immer noch trutzig und wehrhaft aus der Landschaft.
Auch einen Besuch auf einer der kleinen Inseln vor der abwechslungsreichen Küsten sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sei besonders die Ile de Sein erwähnt, die Toteninsel, die vor der Pointe du Raz nur 2m aus dem Meer aufragt, und die vielleicht schon in 30 Jahren nicht mehr vorhanden sein wird. Aber auch die kleine Ile Molene mit ihremVogelschutzgebiet ist einen Besuch wert.Blick auf den Point du Raz

Das ist eine der bekannteste Regionen; sie gibt bei einer Fahrt durch die einzelnen Pfarrbezirke (Enclos Paroissial) mit ihren vielen wechselnden Landschaftsformen von felsiger Steilküste, z.B. an der Pointe du Raz, und ihren hellsandigen Stränden, z.B. in der Bucht von Audierne, dem Betrachter einen unvergesslichen Eindruck vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in diesem für lange Zeit ärmsten Teil Frankreichs.

Eine Torte im Cafe Sacher Wien…oder: Sachertorte muss nicht sein.

Einmal in Wien und für Tortenliebhaber empfiehlt der Reiseführer einen Besuch im Cafe Sacher. Nun gut, dass bedeutet, dass auch ich einen Besuch abstatten wollte. Also gut, auf geht es ins Cafe Sacher, direkt gegenüber der Staatsoper in Wien.

Aufgrund der Berühmtheit der Torte war mir schon klar, dass der Andrang groß sein wird – gerade zur Kaffezeit. Eine Sitzplatzreservierung erschien mir sinnvoll. Aber: Fehlanzeige! Man sagte mir, dass das ehrenwerte Café keine Reservierungen annehme, vor allem nicht am Wochenende. Auf die Frage, welches die beste Zeit ist, um nicht zu lange zu warten, antwortete man trocken: Am besten vormittags, so zwischen 10 Uhr und 11 Uhr (später wird sich herausstellen, dass es an der Torte liegt, warum niemand so früh dorthin geht 😉

Nun gut, ich entschied mich, am Samstag um 17.00 Uhr dort aufzuschlagen. Und ich hatte Glück, ich musste „nur“ 10 Minuten warten, bis ich plaziert wurde. Vor der Plazierung „nötigte“ man mich, meinen Mantel an der Garderobe abzugeben (selbstverständlich gegen 1,- EUR Gebühr). Anschließend durfte ich mich in das plüschrot eingerichtete Zimmer setzen, neben diversen anderen Touristen, die offensichtlich überwiegend US-amerikanischer oder asiatischer Herkunft waren. Die Speisekarte zeigte typische Elemente Wiener Cafés: Apfelstrudel, Quark-Topfen-Strudel und natürlich auch die Sachertorte mit „Schlagobers“ (Schlagsahne). Weiterhin wurden diverse Kaffee-Spezialitäten angeboten. Ich entschied mich für die Sachertorte und eine Wiener-Melange.

Kurze Zeit später überreichte der Kellner mir wortlos den Cafe und die Torte. Die Sachertorte ist sicherlich weltberühmt, aber ist ganz klar nicht meine Lieblingstorte geworden. Schokoladig, kompakt, süß, fast schon ein wenig trocken mit leichtem Pfirsich-Aroma. Die Wiener-Melange war zwar einzigartig durch ihre Kombination aus Sahne und Milchschaumhauber, aber kraftlos, wässrig, fast wie Automaten-Kaffee. Nachdem ich gerade den letzten Bissen der Torte heruntergeschluckt habe, war sofort der Kellner da und nahm mir den Teller weg. Das Signal war eindeutig: Bitte verlasse so schnell wie möglich das Café, damit Du Platz für den nächsten Touristen machst.

Und das machte ich auch. Denn richtig wohlgefühlt habe ich mich in diesem Café nicht. Die Rechnung wies 18,20 aus. Ich gab dem Kellner 19,00 EUR. Fast wie automatisch murmelte der Kellner „Stimmt so?!“ – ich war mir nicht Sicher, ob es eine Frage oder eine Aufforderung zu Gabe von Trinkgeld sein sollte….


Fazit: Ich fand das Café ungemütlich und die Wiener-Melange war meiner Meinung nach die Schlechteste, die ich in ganz Wien getrunken habe. Der Preis für 2 Gedeck Sacher Torte und Wiener-Melange war allerdings mit 18,20 äh. 19,00 EUR noch im Rahmen dessen, was man in Wien ausgeben muss.

Meine Empfehlung: Wer gern eine original Sacher Torte in Wien probieren möchte, muss nicht unbedingt ins Cafe Sacher gehen – das Haus Sacher exportiert seine Torten auch in die umliegenden Cafés. Eine bessere Wiener-Melange kriegt man dort mit Sicherheit!